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Hamburgisch

Struktur, Gebrauch, Wahrnehmung der Regionalsprache im urbanen Raum

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Edited By Andreas Bieberstedt, Jürgen Ruge and Ingrid Schröder

Das Hamburgische wird von einem Sprachkontakt zwischen Niederdeutsch und Hochdeutsch geprägt, der zu einer wechselseitigen strukturellen Beeinflussung beider Sprachen führte. Die Beiträge zeigen das Spektrum regionalsprachlicher Forschungsansätze, von variationslinguistischen Studien bis hin zu Ansätzen der aktuellen Sprachbiographieforschung und der Betrachtung sprachlicher Variation als Komponente eines umfassenderen semiotischen Systems als Enregisterment. Durch einen solchen multiperspektivischen Ansatz lassen sich die variativen Ausprägungen der Stadtsprache und die Mechanismen sprachlichen Wandels beschreiben. Struktur-, Wahrnehmungs- und Einstellungsdaten sowie biographische Daten sind miteinander ins Verhältnis zu setzen, um Sprachwirklichkeit umfassend erschließbar zu machen.

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Regionale Identität per Einkaufstüte. Eine Fallstudie zum Enregisterment des Niederdeutschen in Hamburg

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Abstract: Low German appears in Hamburg more and more frequently in the public on posters, in names of shops or products or on signs and stickers. This is remarkable, because the number of speakers is declining. At the same time however Low German is associated with positive beliefs and feelings. This might have an impact on the use of Low German in public by business companies or public organizations. This article explores such occurences of written Low German in the public. It is questioned how Low German and multiple meanings are linked and if the dialect has gone through the process of enregisterment.

1    Einleitung

Auf dem Weg von der Hamburger Universität zur Alster passiert man die Parkanlage Planten un Blomen, geht nicht rechts Richtung Fuhlentwiete, sondern hält sich links. An einer Bushaltestelle wird man vom HVV informiert: Wenn nix mehr löppt, löppt de HVV, und nahe des Ziels kann man eine Filiale der Bäckerei-Kette Dat Backhus besuchen. Dem ersten Eindruck nach ist das Niederdeutsche in der Hamburger Öffentlichkeit präsent. Solche öffentlichen, orts- bzw. dingfesten sowie schriftlichen Sprachvorkommen1 werden aus linguistischer Perspektive in der Regel im Kontext des linguistic landscaping-Ansatzes betrachtet.2 Linguistic landscapes setzen sich nach allgemeiner Auffassung aus sprachlichen Belegen in Form von Straßenschildern oder Reklametafeln, aus Schildern in Schaufenstern, Aufklebern oder ähnlichen Sehflächen3 innerhalb eines bestimmten Gebietes zusammen. Bisweilen sind vorwiegend Städte mit dem Fokus auf deren mehrsprachige Situation, die in den linguistic...

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