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Grundriss einer heterodoxen Didaktisierung des Finanzsystems

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Kai Brakhage

Der Autor zeigt anhand des Finanzsystems auf, warum es notwendig ist, die ökonomische Bildung in eine sozialwissenschaftliche Bildung zu überführen. Dabei entwickelt er ein Schema zur Darstellung des Finanzsystems und führt aus, warum die Märkte des Finanzsystems immer von einem Marktversagen betroffen sein können. Zur Krisenhaftigkeit trägt ebenfalls die internationale Verknüpfung über den Weltkapitalmarkt bei, der in die Darstellung integriert wird. Basierend auf dieser Analyse wird nachgewiesen, wie wenig die herkömmliche ökonomische Bildung zum Verständnis des Finanzsystems beiträgt. Der Autor präsentiert anschließend Vorschläge zur Weiterentwicklung des Ökonomieunterrichts.

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7 Zusammenfassende Folgerungen für die ökonomische Bildung

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The analysis of the financial system shows that there are strong links between the real economics of goods and trade, the financial system and the political system. Therefore, economic education should use these links. This means that economic education should be a social economic education. Taking this into account there could be new themes, for example the efficient market hypothesis.

7.1 Allgemeine Folgerungen

Betrachtet man das Finanzsystem einer Volkswirtschaft genauer, dann ergeben sich für die Ökonomiedidaktik folgende Folgerungen:

Zunächst lassen sich die fünf zentralen Märkte des Finanzsystems mit den Paradigmen der Ökonomie analysieren. Die Wirtschaftssubjekte verhalten sich in der Regel rational im Sinne des homo oeconomicus (vgl. 3). Folglich können diese fünf Märkte auch Inhalt des Ökonomieunterrichts sein. Durch die Unterteilung in Märkte lassen sich auch die beiden zentralen Ausprägungen des Finanzsystems, das markt- und das bankbasierte System, begrifflich einordnen. Dies bedeutet auch, dass man die Unterschiede zwischen dem angelsächsischen und dem kontinentaleuropäischen Modell aufgreifen kann. Ebenso wird der Wandel des deutschen Finanzsystems begrifflich fassbar (vgl. 2).

Bislang wurde dies jedoch nur sehr unzureichend versucht, da im Vordergrund die Zentralbank, der Ansatz des exogenen Geldes und damit die Schwerpunktsetzung der orthodoxen Ökonomie stand (vgl. 5 und 6). Aus der Perspektive der vorliegenden Arbeit ist es geboten, auch die alternative Sichtweise des endogenen Geldes, die Bedeutung der Kreditinstitute und allgemein Inhalte der heterodoxen Ökonomie in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Die...

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