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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Edited By Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Napoleons Generalgouverneure in Italien: Transalpine Departements, Toskana und Rom

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Abstract: Napoleon’s general governments in Italia were the field of various political and administrative experiments. A new type of general government was devellopped there – standing under the reign of a prince. The centralism practised by the Paris institutions was generally disliked by the french administrators in Italy.

I. Vom Ancien Régime über den „republikanischen Geist“ bis zur ersten Phase des Empire in den italienischen Gebieten

Der Senatskonsult vom 2. Februar 1808, in dem Amt und Aufgaben des Generalgouverneurs der neun Departements „jenseits der Alpen” dargelegt sind, bezeichnete das Amt des Generalgouverneurs als eine der „Großwürden des französischen Kaiserreichs” (Grandes dignités de l’Empire).1 Doch war das Amt des Gouverneurs oder auch Generalgouverneurs, von dem Bonaparte umfänglich Gebrauch machte, ein Amt der alten oder der neuen Ordnung? Es hatte jedenfalls in Frankreich eine lange Tradition. Wurden zur Zeit der ersten Könige die Provinzen noch direkt von den Herzögen und die Städte unmittelbar von den Grafen regiert, so waren die Ämter←85 | 86→ gegen Ende der zweiten Dynastie erblich geworden, und die Amtsgewalt bzw. ein entsprechender Teil der Herrschaft wurde von den Herzögen und Grafen an Sénéchaux bzw. Gouverneurs weitergegeben.2 Zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert hatten die Könige begonnen, selbst solche Gouverneure in die Provinzen zu entsenden, und die Zahl der Gouvernements war allmählich immer weiter angewachsen. Im 16. Jahrhundert existierte ein Dutzend derartiger Gouvernements militaires. Im 17./18. Jahrhundert wuchs...

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