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Die berufliche Integration von Repatriates

Eine Studie zu den Schwierigkeiten von MitarbeiterInnen nach einer Auslandsentsendung und zu den Reintegrationsmaßnahmen von Unternehmen in Deutschland

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Sarah Tonn

Die Autorin beschäftigt sich in ihrer Untersuchung mit der Identifizierung von Schwierigkeiten im Rahmen des Prozesses der Wiedereingliederung von Mitarbeitenden nach einer Auslandsentsendung. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der beruflichen Integration der Repatriates. Denn Studien zeigen, dass die Wechselrate unter der Mitarbeitergruppe der Repatriates im Vergleich zu anderen Mitarbeitenden überdurchschnittlich hoch ausfällt. Im Rahmen einer qualitativen Studie werden Problemfelder der beruflichen Reintegration identifiziert und Reintegrationsmaßnahmen von Unternehmen in ihrer relativen Bedeutung bewertet. Die allgemeine Forschungsfrage lautet: Mit welchen Schwierigkeiten sind Repatriates bei ihrer Rückkehr konfrontiert und welche Hilfestellung leisten Unternehmen in Deutschland?

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1. Einführung

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1.  Einführung

„Auch wenn man nur Arbeitskräfte ruft,so kommen doch Menschen“(Neuberger 1990:7)

1.1  Erkenntnisinteresse und Eingrenzung der Problemstellung

Globalisierung und Internationalisierung sind Schlagworte, die u. a. aufgrund von politischen Veränderungen und technologischen Entwicklungen, insbesondere seit den 1990er Jahren, häufig verwendet werden. Inhaltlich werden unter diesen Begriffen verschiedene Aspekte wie etwa ‚kommunikationstechnische‘, ‚ökologische‘, ‚arbeitsorganisatorische‘, ‚kulturelle‘, ‚zivilgesellschaftliche‘ und ‚ökonomische‘ subsumiert (Beck 1998: 42).

Bei der Betrachtung der ökonomischen Globalisierung zeigt sich, dass Unternehmen immer mehr über nationale Grenzen hinweg agieren. Zwischen 2002 und 2012 hat sich die Anzahl deutscher Unternehmen im Ausland um fast 12.000 Unternehmen auf 34.686 Unternehmen erhöht (Deutsche Bundesbank 2014a). Insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern ist ein gravierender Zuwachs zu verzeichnen, denn die Zahl der dort agierenden Unternehmen hat sich zwischen 1995 und 2012 von 3.359 auf 8.873 Unternehmen mehr als verdoppelt (Deutsche Bundesbank 2014b). In China hat sich die Anzahl deutscher Unternehmen seit dem Jahr 1998 von 468 auf 1.754 Unternehmen erhöht und damit sogar mehr als verdreifacht (Deutsche Bundesbank 2014c). Und auch in Bezug auf Direktinvestitionen ist deutlich zu erkennen, dass deutsche Unternehmen immer stärker durch Internationalisierung geprägt sind. Denn die unmittelbaren und mittelbaren Direktinvestitionen haben sich zwischen 2000 und 2012 um mehr als 100 Prozent erhöht (Deutsche Bundesbank 2014d).

Das internationale Agieren bedeutet ein hohes Mobilitätserfordernis für die innerhalb der Unternehmen Beschäftigten. Diese werden zuk...

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