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Die Schriftstellerin Zhang Ailing und ihre Studien und Kommentare zum Roman «Der Traum der roten Kammer»

Hangkun Strian

Der Traum der roten Kammer (Hongloumeng) gehört zu den vier Klassikern der chinesischen Literatur und ist heute noch ein lebendiger Bestandteil der chinesischen Kultur. Seit seiner Veröffentlichung im 18. Jahrhundert haben sich Wissenschaftler aus China und der ganzen Welt mit diesem Werk beschäftigt.

Dieses Buch thematisiert die intensive Auseinandersetzung der chinesischen Schriftstellerin Zhang Ailing mit dem Klassiker in ihrem Spätwerk Albtraum der roten Kammer (Hongloumengyan). Mithilfe der Theorien der écriture féminine, des Poststrukturalismus und der kulturellen Identität diskutiert die Untersuchung, ob Zhang Ailings Analyse die ungelösten Fragen der Hongloumeng-Forschung beantworten kann.

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3. Autorschaft der letzten 40 Kapitel des Traums der roten Kammer aus einer weiblichen Perspektive

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Wie in Kapitel 2.3 über die Zhiyanzhai-Texte bereits angesprochen, wurden die ersten 80 Kapitel des Traums der roten Kammer Cao Xueqin zugeschrieben. Dies konnte im Wesentlichen durch die Zhiyanzhai-Kommentare in verschiedenen Manuskripten und durch weitere historische Dokumente, wie z. B. die Notizen und Gedichte Dunchengs und Dunmins, Cao Xueqins engsten Freunden aus der Mandschu-Aristokratie, festgestellt werden. Diese Erkenntnis gilt als eine der wichtigsten Beiträge Hu Shis zur Erforschung des Traums der roten Kammer und wird im Jahr 1953 von Zhou Ruchang in seinem Werk Neue Überprüfung des Traums der roten Kammer weiter vertieft und ergänzt.

Die Frage jedoch, wer der Autor der letzten 40 Kapitel ist, ob Cao Xueqin selbst oder Gao E oder ein anderer, war (und ist bis heute) umstritten. Deshalb stand die Entdeckung des Manuskripts Entwurf des Traums der roten Kammer im Mittelpunkt des Forschungsinteresses und löste eine heftige Diskussion aus.

Anhand dieses neu entdeckten Manuskripts, welches eine 120 Kapitel umfassende handschriftliche Gesamtversion mit eingefügten Korrekturen darstellt, jedoch nicht ganz identisch mit den von Cheng Weiyuan und Gao E herausgegebenen Standarddruckfassungen ist, beschäftigt sich Zhang Ailing in den ersten drei Kapiteln des Albtraums intensiv mit dieser Kontroverse.

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