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Die Bedeutung der Religionswissenschaft und ihrer Subdisziplinen als Bezugswissenschaften für die Theologie

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Rauf Ceylan and Coşkun Sağlam

Die Religionswissenschaft mit ihren beiden Subdisziplinen Religionssoziologie und Religionspsychologie hat als sogenannte „Außenperspektive" wichtige Forschungsbeiträge für die „Innenperspektive" der christlichen Theologien geliefert. Einen Konflikt stellte dabei immer wieder der Disput über die Festlegung von (wissenschafts-)theoretischen und methodischen Grenzen zwischen den beiden Disziplinen dar. Die Frage der Bedeutung dieser Bezugswissenschaften sowie die Verhältnisbestimmung ist auch für die junge Disziplin Islamische Theologie relevant, wurde jedoch bisher kaum thematisiert. In diesem Band wird die Frage mit führenden Experten aus Theologie, Religionspsychologie und Religionssoziologie erörtert. Für die Zukunft der Islamischen Theologie in Deutschland wird es wichtig sein, sich konstruktiv mit der Religionswissenschaft auseinanderzusetzen. Für die Religionswissenschaft dagegen eröffnen sich neue Forschungsperspektiven.

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Grenzdiskurse zwischen Religionswissenschaft und Theologie – wissenschaftstheoretische Erwägungen

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Abstract This article outlines various approaches to the subject of the science of religion (“Religionswissenschaft”), all arguing for its establishment as an independent discipline. The author argues that science of religion should be offered at university level both in multiple combinations with other disciplines and as an independent discipline. The pursuit of theology should be differentiated according to subject matter, perspective, and systemic localization. The hypothesis states that offering religious studies in multiple combinations would be advantageous to both disciplines, to theology and the science of religion.

Die Frage nach der Bedeutung der Religionswissenschaft als Bezugswissenschaft für Theologien ist vom Selbstverständnis des jeweiligen Faches und seiner Vertreter/innen abhängig.1 Diese Feststellung ist zwar wenig spektakulär, sie ist aber dennoch notwendig, da etliche Verhältnisbestimmungen mit theoretischen Vorannahmen arbeiten, die nicht selten unhinterfragt gesetzt werden. Noch in den 1980er Jahren war das Verhältnis der Religionswissenschaft zur Theologie in Deutschland durch Abgrenzung bestimmt. Dieses Phänomen lässt sich wissenschaftsgeschichtlich deuten.2 Heute stellt sich das Verhältnis graduell entspannter dar, was im Folgenden am Beispiel disziplinärer Grenzdiskurse vor Augen geführt werden soll. ← 259 | 260 →

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