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Die Konfliktkommissionen in der DDR

Holger Horst Brüning

Dieses Buch beleuchtet die Geschichte der Konfliktkommissionen in der DDR von ihrer Entstehung bis zu ihrer Abschaffung. Sie vergleicht die Konfliktkommissionsordnungen und untersucht das Verhältnis der Konfliktkommissionen zu Gewerkschaften und betrieblichen Leitern. Die Untersuchung beruht auf Gewerkschaftsbeschlüssen, der FDGB-Presse, juristischen Fachzeitschriften der DDR und wissenschaftlichen Arbeiten zu den Konfliktkommissionen. Erstmals veröffentlicht werden die Ergebnisse einer Untersuchung zur Tätigkeit der Konfliktkommissionen in zwei großen Suhler Kombinaten sowie von zwei Befragungen zu dieser Tätigkeit 1988 und zu den Schiedsstellen für Arbeitsrecht 1990.

Die Arbeit würdigt die Konfliktkommissionen als eine beachtenswerte Episode deutscher Rechtstradition.

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3.4.2 Anleitung und Schulung der Konfliktkommisionen

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3.4.2 Anleitung und Schulung der Konfliktkommisionen

3.4.2.1 Anleitung der KK durch die Gewerkschaften

Der FDGB-Bundesvorstand hatte bereits mit Beschluß vom 13.12.1957 zur Verbesserung der Schulungsarbeit der Gewerkschaften und vom 23.06.1958 zur Durchführung marxistisch-leninistischer Abendkurse der Gewerkschaften versucht, politisch-ideologischen Einfluß in den Betrieben zu gewinnen bzw. zu erhöhen.1144←240 | 241→

Die zentralen Rechtspflegorgane und das MdI hatten bereits in der Gemeinsamen Direktive zur Zusammenarbeit mit den Konfliktkommissionen vom 09.09.1960 vereinbart, daß sie die allgemeine Anleitung der KK nicht als ihre Aufgabe ansehen wollten.1145

Entsprechend sah der FDGB sich als Führer der „neuen“ KK bereits ab Erlaß ihrer gesetzlichen Tätigkeitsgrundlagen an.

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