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Räume der Romania

Beiträge zum 30. Forum Junge Romanistik

Series:

Edited By Corinne Fournier Kiss, Nadine Chariatte and Etna R. Krakenberger

Das Konzept des «Spatial Turn», in den 1980er Jahren durch Edward Soja geprägt, drückt das neue Bewusstsein aus, dass der Raum jeder Produktion von Wissen vorausgesetzt ist. Der vorliegende Sammelband knüpft an diese Bewegung von Wiederentdeckung und Aufwertung des Raumes an. Er bringt zum Vorschein, dass der Raum in der Kultur-, in der Literatur- und in der Sprachwissenschaft sowie in der Fachdidaktik immer einen wichtigen Platz eingenommen hat. Dafür greifen die Beiträge beispielsweise literarische Werke von Flaubert, Bassani, Petrarca, Moscona, Corneille, Góngora und Kundera auf, diskutieren Medien wie Film und Werbung und untersuchen Orte des Sprachkontakts und der Sprachentwicklung.

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Gehört die Landschaft der Moderne? Zur historischen Dynamik des Mont Ventoux (Christoph Behrens)

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Christoph Behrens

Gehört die Landschaft der Moderne?Zur historischen Dynamik des Mont Ventoux

Abstract Nella storia letteraria e culturale la ricerca sul paesaggio va confrontata ad un paradigma fortemente influenzato dalla filosofia storica del tardo modernismo tedesco. Nel suo importante trattato, “Paesaggio, uomo e natura nell’età moderna” (1963), Joachim Ritter ritiene che la nascita del paesaggio presupponga una separazione del soggetto e dell’oggetto, che l’autore situa all’inizio dell’epoca moderna, idealmente incarnata nella lettera del Petrarca, Epistolae familiares IV.1.

L’articolo mira a una ricontestualizzazione della lettera e spiana la strada alla comprensione dinamica e ipertestuale del concetto di paesaggio così come della sua storia letteraria e culturale.

1. Von der Lust des Aufstiegs: Ein Paradigma der Moderne

Neben dem Karfreitag 1327, als Petrarca zum ersten Mal Laura gesehen haben soll, gilt ein zweites Datum, der 26. April 1336, als bedeutender Markstein im Leben des Dichters. An diesem Tag soll er den Mont Ventoux bestiegen haben und, zurückgekehrt in die bäuerliche Herberge in Malaucène, jenen Brief geschrieben haben, der im vierten Buch seiner vertraulichen Briefe, den Epistolae familiares, überliefert wurde.1 Es sind die ersten Zeilen dieses Briefes, den Petrarca an seinen Beichtvater Francesco Dionigi verfasste, welche für eine Jahrhunderte andauernde Perspektive auf die Besteigung ausschlaggebend sein sollten:←137 | 138→

(1) Altissimum regionis huius montem, quem non immerito Ventosum vocant, hodierno die, sola videndi insignem loci altitudinem cupiditate ductus, ascendi.

(1) Den höchsten...

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