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Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung

Cristina Allemann-Ghionda, Gülbeyaz Kula and Laurent Mignon

Der Sammelband erörtert aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedeutung von Diversität in exemplarisch ausgewählten Hochschulen und Bildungssystemen in Europa sowie in der Lehrer_innenbildung in Deutschland. Damit verbunden ist die Frage, was getan werden kann, um den Herausforderungen der Diversität und der Internationalisierung konstruktiv zu begegnen. Weitere Theoriebildung und konkrete Vorschläge zeigen Wege auf, um die Bildungsbeteiligung aller Menschen, unabhängig von ihrer sozio-ökonomischen, religiösen, ethnischen, kulturellen Herkunft und Zugehörigkeit, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihrer kognitiven und motorischen Fähigkeiten sowie ihrer Sprachen, zu begünstigen und zu erhöhen.

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Von verlorenen Buchstaben und verborgenen Welten: Minderheitenliteraturen in der Türkei und in Großbritannien lehren (Laurent Mignon)

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Laurent Mignon

Von verlorenen Buchstaben und verborgenen Welten: Minderheitenliteraturen in der Türkei und in Großbritannien lehren1

Abstract: Based on teaching experience and research in Turkey and Great Britain, this paper explores the marginalisation of minority literature in Turkey, reflecting on how the study of minority literature could play a positive role in the transformation of negative stereotypes about minorities in Turkey and about people with a Turkish background in Europe.

Den Versuchungen des Elfenbeinturms zu widerstehen, ist nicht immer einfach im akademischen Leben. Die Erforschung der Werke einer vergessenen Dichterin oder eines in den heutigen Literaturgeschichten nicht mehr erwähnten Essayisten ist ein Zweck an sich selbst. Zweifellos ist für Wissenschaftler_innen solch eine Einstellung legitim. Doch ist es auch wichtig, zum Beispiel im Kontext der Literaturwissenschaft – und in meinem Fall der Erforschung der türkischsprachigen Literaturen der osmanischen Türkei – über die möglichen politischen und soziokulturellen Konsequenzen einer Auseinandersetzung mit marginalisierten Figuren und Texten der Geschichte der Literatur in Forschung und Lehre nachzudenken, also die Auseinandersetzung mit all dem, was in die Fußnoten der Historiografie zurückgestuft wurde. Auch muss man sehen, inwiefern eine solche Forschungsperspektive und die auf ihr basierende Lehrpraxis zu einer pluralistischen Lehrdidaktik und einem Erziehungssystem, die die vielseitigen Herausforderungen der multikulturellen Klassengesellschaften Europas bereitwillig aufgreifen, beitragen kann. Bei der Beantwortung dieser Frage werde ich mich auf meine eigenen Erfahrungen als Dozent und Forscher beziehen.

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