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Sprachliche Schlüsselkompetenzen und die Ausbildungsreife Jugendlicher

Leseverstehen, Hörverstehen, mündliches und schriftliches Formulieren bei Hauptschulabsolventen deutscher und nichtdeutscher Muttersprache

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Edited By Lutz Götze, Norbert Gutenberg and Robin Stark

Hauptschulabsolventen haben oftmals Defizite in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen und erhalten daraufhin die Diagnose «nicht ausbildungsreif». Das interdisziplinäre Forschungsprojekt «LRS – Lesen, Reden, Schreiben» an der Universität des Saarlandes entwickelte ein Trainingskonzept, mit dem diese Ausbildungsreife im letzten Hauptschuljahr erreicht werden könnte.

Das Buch stellt das Projekt und einige Implementationsansätze vor, die auf den Forschungsergebnissen basierende Curricula erproben. Dazu gehören die diagnostische Verbindung der Forschungstests mit den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), das Training für nicht ausbildungsreife Schulabgänger mit Migrationshintergrund, das Blended-Learning-Konzept für Azubis mit Defiziten in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen sowie sprachliche Schlüsselkompetenzen in Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen.

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2.4 Sprechdenken (Thomas Grimm / Norbert Gutenberg)

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Thomas Grimm und Norbert Gutenberg

2.4 Sprechdenken

Beim Sprechdenken geht es darum, sich verständlich und adressatengerecht auszudrücken. Dazu muss ähnlich wie beim Schreiben klar sein, zu wem (Chef, Kollegen, Lehrer, Freunde etc.), in welcher Situation und mit welchem Ziel man spricht. Auch in der Ausbildung müssen unterschiedliche Sprechsituationen mit verschiedenen Zielen gemeistert werden: Informationen müssen erfragt oder mündlich weitergegeben werden, sei es indirekt, z. B. am Telefon, also medial, oder direkt, also immedial bzw. face-to-face, Vorgänge müssen erklärt und Ergebnisse vorgestellt werden usw. Daher wurde im LRS-Projekt auch darauf geachtet, dass die Teilnehmer möglichst viele verschiedene Redeaufgaben zu bewältigen hatten.

Analog zum Hören und Hörverstehen beginnen wir diesen Abschnitt mit den mental-kognitiven Prozessen, die beim Sprechen ablaufen. Im Anschluss folgt die Diskussion des Sprechens bzw. Sprechdenkens aus sprechwissenschaftlicher Sicht.

2.4.1 Kognitive Aspekte

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