Show Less
Restricted access

Sprachliche Schlüsselkompetenzen und die Ausbildungsreife Jugendlicher

Leseverstehen, Hörverstehen, mündliches und schriftliches Formulieren bei Hauptschulabsolventen deutscher und nichtdeutscher Muttersprache

Series:

Edited By Lutz Götze, Norbert Gutenberg and Robin Stark

Hauptschulabsolventen haben oftmals Defizite in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen und erhalten daraufhin die Diagnose «nicht ausbildungsreif». Das interdisziplinäre Forschungsprojekt «LRS – Lesen, Reden, Schreiben» an der Universität des Saarlandes entwickelte ein Trainingskonzept, mit dem diese Ausbildungsreife im letzten Hauptschuljahr erreicht werden könnte.

Das Buch stellt das Projekt und einige Implementationsansätze vor, die auf den Forschungsergebnissen basierende Curricula erproben. Dazu gehören die diagnostische Verbindung der Forschungstests mit den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), das Training für nicht ausbildungsreife Schulabgänger mit Migrationshintergrund, das Blended-Learning-Konzept für Azubis mit Defiziten in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen sowie sprachliche Schlüsselkompetenzen in Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen.

Show Summary Details
Restricted access

6 Beurteilung und Einstufung der Testergebnisse nach Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) (Norbert Gutenberg / Julia Linsenmeier / Karin Kröninger)

Extract

Norbert Gutenberg, Julia Linsenmeier und Karin Kröninger

6 Beurteilung und Einstufung der Testergebnisse nach Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER)

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) wurde entwickelt, um die Planung von Sprachlernprogrammen und -zertifikaten zu erleichtern. Er „stellt eine gemeinsame Basis dar für die Entwicklung von zielsprachlichen Lehrplänen, curricularen Richtlinien, Prüfungen, Lehrwerken usw. in ganz Europa. Er beschreibt umfassend, was Lernende zu tun lernen müssen, um eine Sprache für kommunikative Zwecke zu benutzen, und welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie entwickeln müssen, um in der Lage zu sein, kommunikativ erfolgreich zu handeln. […] Der Referenzrahmen definiert auch Kompetenzniveaus, sodass man Lernfortschritte lebenslang und auf jeder Stufe des Lernprozesses messen kann.“1

Die Beschreibungen der Kompetenzniveaus beziehen sich ursprünglich nur auf das Erlernen einer Fremdsprache. Es war nicht vorgesehen, dass damit auch das Sprachniveau von Muttersprachlern bestimmt wird. Dabei bedeutet Muttersprachler zu sein nicht zwingend, immer auch „kommunikativ erfolgreich zu handeln“2 – was die Ergebnisse des LRS-Projekts bestätigt haben: Nicht nur Schüler mit Migrationshintergrund, sondern auch deutsche Muttersprachler hatten zum Teil große Schwierigkeiten, Kommunikationsaufgaben in deutscher Sprache zu bewältigen.

In diesem Kapitel wird zunächst der GER beschrieben und schließlich versucht, die Leistungen der Schüler – auch der Muttersprachler! – in den Tests zum Schreiben und Sprechdenken den Kompetenzstufen zuzuordnen.←155 | 156→

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.