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Digitalisierung der Bildung

Warum und wie lernen wir ein Leben lang? Forschungsergebnisse zur Online-Weiterbildung im Tourismus. Bedeutung – Erwartung – Nutzung

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Lars Rettig

Dieses Buch untersucht lebenslanges Lernen im Rahmen der zunehmenden digitalen Anreicherung unserer Lebensbereiche. Die Lern- und Arbeitswelten verändern sich und damit auch die Anforderungen an Aus-, Fort- und Weiterbildung. Immer mehr Wissen ist verfügbar, gleichzeitig schrumpft die Zeitspanne, in der es aktuell bleibt. Lebenslanges und digitales Lernen wird so nicht nur zur Notwendigkeit für jeden Einzelnen, sondern auch zwingend erforderlich für Unternehmen, Branchen und ganze Regionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Autor widmet sich auf Basis theoretischer Ansätze aus Psychologie, Pädagogik und Ökonomie der Frage, wie und warum wir lernen. Er untersucht darauf aufbauend mit qualitativen Experteninterviews, welche Bedeutung Online-Weiterbildung im Tourismus hat.

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6. Bildung und Weiterbildung im Tourismus

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6. Bildung und Weiterbildung im Tourismus

Akademische Bildung im Tourismus

Die vergebenen Plätze in touristischen Studiengängen beziffern sich im Wintersemester 2014/15 auf insgesamt 8.794 eingeschriebene Studierende im Studienfach Tourismuswirtschaft.135 5,9 % davon studieren auf Masterniveau.136 Rund 81 % der Studierenden sind weiblich.137 Betrachtet man die Entwicklung der Studierenden im Studienfach Tourismuswirtschaft über einen längeren Zeitraum, so werden zwei Aspekte deutlich. Zum einen verlagert sich die akademische Ausbildung im Studienfach Tourismuswirtschaft an die Fachhochschulen. Die Universitäten ziehen sich sukzessive aus dem Studienfach Tourismuswirtschaft zurück.138 Zum anderen steigt aber gleichzeitig die Zahl der Studierenden im Tourismus stetig an. Der Anstieg ist aber nicht linear, sondern weist abnehmende Zuwachsraten auf. So lag der Anstieg eingeschriebener Studierender von 2007 auf 2008 bei 34,6 %, in absoluten Zahlen bei +1.163 Studierenden. Vom Jahr 2013 auf 2014 lag dieser bei 5,6 %, in absoluten Zahlen bei +452 Studierenden.139 Ein Grund dafür kann die Umstellung der Studienverläufe auf←55 | 56→ die zeitlich schneller erreichbaren Studienabschlüsse Bachelor (meist nach drei Jahren Regelstudienzeit) und Master (meist nach zwei Jahren Regelstudienzeit) sein, die im Rahmen der europäischen Studienreform (Bologna-Prozess) vorgenommen wurde.140

Neben grundständigen Studienangeboten ermöglichen Fachhochschulen und Hochschulen durch weiterführende Masterstudiengänge und Zertifikatsangebote das lebensbegleitende Lernen auf dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Forschung. Aktuell listet der Hochschulkompass, eine Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz über akkreditierte Studienangebote in Deutschland, insgesamt 35 Standorte mit weiterführenden Masterangeboten im Bereich des Tourismus...

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