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Digitalisierung der Bildung

Warum und wie lernen wir ein Leben lang? Forschungsergebnisse zur Online-Weiterbildung im Tourismus. Bedeutung – Erwartung – Nutzung

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Lars Rettig

Dieses Buch untersucht lebenslanges Lernen im Rahmen der zunehmenden digitalen Anreicherung unserer Lebensbereiche. Die Lern- und Arbeitswelten verändern sich und damit auch die Anforderungen an Aus-, Fort- und Weiterbildung. Immer mehr Wissen ist verfügbar, gleichzeitig schrumpft die Zeitspanne, in der es aktuell bleibt. Lebenslanges und digitales Lernen wird so nicht nur zur Notwendigkeit für jeden Einzelnen, sondern auch zwingend erforderlich für Unternehmen, Branchen und ganze Regionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Autor widmet sich auf Basis theoretischer Ansätze aus Psychologie, Pädagogik und Ökonomie der Frage, wie und warum wir lernen. Er untersucht darauf aufbauend mit qualitativen Experteninterviews, welche Bedeutung Online-Weiterbildung im Tourismus hat.

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10. Erwartungshaltung an akademische Online-Weiterbildungsangebote im Tourismus

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10. Erwartungshaltung an akademische Online-Weiterbildungsangebote im Tourismus

C/D-Paradigma

Die Erwartungshaltung an eine Dienstleistung beeinflusst maßgeblich die wahrgenommene Zufriedenheit des Kunden mit eben dieser. Das theoretische Modell dafür ist das in der Literatur zur Kundenzufriedenheit oft angeführte C/D-Paradigma263 (engl. confirmation-disconfirmation-paradigm), das auch in der folgenden Abbildung 24 dargestellt wird. Im Falle von Weiterbildungsangeboten ist der potenzielle Kunde264 ein Weiterbildungsinteressierter mit individuellen, subjektiven Erwartungen an diese Dienstleistung. Der Abgleich der Erwartungshaltung mit der erlebten Dienstleistung geschieht im Verlauf des Dienstleistungsprozesses (siehe Abbildung 25). Der erwartete Soll-Zustand, auch Vergleichsstandard genannt, wird mit dem vorgefundenen Ist-Zustand, hier also der erlebten Weiterbildung, kontinuierlich abgeglichen und so bestätigt (confirmation) oder widerlegt (disconformation).

Während eine exakte Bestätigung das Konfirmationsniveau der Zufriedenheit markiert, kann eine Diskonfirmation sowohl positiver Art (Übertreffen), als auch negativer Art sein (d. h. unter dem Konfirmationsniveau liegen). Hieraus resultiert Zufriedenheit über bzw. auf Konfirmationsniveau oder Unzufriedenheit unter Konfirmationsniveau (siehe Abbildung 24).←93 | 94→

Abbildung 24: C/D-Paradigma265

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