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Sprachliche Variation in autobiographischen Interviews

Theoretische und methodische Zugänge

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Edited By Ingrid Schröder and Carolin Jürgens

Der Band dokumentiert die Beiträge eines Workshops im Rahmen des Projekts «Einstellungen gegenüber regionalen Sprachformen in der Großstadt: Niederdeutsch in Hamburg (NiH)». Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten und Grenzen sprachbiographischer Analysen, wobei vornehmlich theoretische Grundlagen und Methoden diskutiert wurden. Eine wesentliche methodische Differenz besteht in der Fokussierung des Inhaltes von Sprachbiographien im Unterschied zur Fokussierung der sprachlichen Form und damit der Konstruktion von Biographien und Identitäten. So spielen sowohl inhalts- wie auch gesprächs- und narrationsanalytische Ansätze eine Rolle. Sprachbiographische Modellbildungen stehen neben exemplarischen Analysen von autobiographischen Erzählungen, die von Mehrsprachigkeit und Varietätenkontakt geprägt sind.

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Identitätskonstruktionen in sprachbiographischen Interviews. Analysen zur Funktion des Niederdeutschen in Hamburg (Lara Neumann/Ingrid Schröder)

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Lara Neumann/Ingrid Schröder (Hamburg)

Identitätskonstruktionen in sprachbiographischen Interviews. Analysen zur Funktion des Niederdeutschen in Hamburg

The project „Einstellungen gegenüber regionalen Sprachformen in der Großstadt: Niederdeutsch in Hamburg (NiH)“ (Attitudes towards regional languages in the city: Low German in Hamburg) focuses on the analysis of aspects of language generating identity. The paper aims to show ways of constructing identity through linguistic usage within autobiographical narratives. By analysing the attitudes towards language and positioning, such specific linguistic features will be highlighted.

1  Der Projektrahmen: Einstellungen gegenüber regionalen Sprachformen in der Großstadt: Niederdeutsch in Hamburg (NiH)

„Und da weer ik irgendwie gliek to Huus. Plattdüütsch. […] also da hatte Plattdeutsch etwas, ja, wenn Sie so wollen, schon mal unheimlich Verbindendes.“ Diese Äußerung einer Gewährsperson bestätigt eine zentrale Hypothese im Projekt „Einstellungen gegenüber regionalen Sprachformen in der Großstadt: Niederdeutsch in Hamburg“, nämlich dass regionale Sprachformen eine identitätsstiftende Funktion besitzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welches Identifikationspotential mit dem Niederdeutschen verbunden ist, d. h. inwieweit Niederdeutsch als Mittel der Identitätsstiftung und Identitätswahrung eingesetzt oder ggf. auch nur wahrgenommen wird und auf welche Weise dies sprachlich zum Ausdruck gebracht wird.1

Im Rahmen sprachbiographischer Interviews ist nach den Einstellungen gegenüber dem Niederdeutschen und nach dem Wissen über regionale Sprachformen sowie nach Wissen und Bewertungen gegenüber der Stadt gefragt worden. Ausgewählt wurden Sprecherinnen und Sprecher sowie...

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