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Translation Studies and Translation Practice: Proceedings of the 2nd International TRANSLATA Conference, 2014

Part 1

Series:

Edited By Lew N. Zybatow, Andy Stauder and Michael Ustaszewski

TRANSLATA II was the second in a series of triennial conferences on Translation and Interpreting Studies, held at the University of Innsbruck. The series is conceptualized as a forum for Translation Studies research. The contributions to this volume focus on humo(u)r translation, legal translation, and human-machine interaction in translation. The contributors also regard computer-aided translation, specialised translation, terminology as well as audiovisual translation and professional aspects in translation and interpreting.

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Prekäres Gleichgewicht. Die Triade: Zuschreibungen, Allianzen, Dynamiken (Mascha Dabić)

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Mascha Dabić, Universität Innsbruck & Universität Wien

Prekäres Gleichgewicht. Die Triade: Zuschreibungen, Allianzen, Dynamiken

Abstract: Dolmetschen im therapeutischen Setting bedeutet unter anderem, Gratwanderungen zu bewältigen, Oszillationen ausgesetzt zu sein und sich mitunter mit bloßen Annäherungen begnügen zu müssen. In der Therapie herrscht ein prekäres Gleichgewicht, an dessen Aufrechterhaltung DolmetscherInnen maßgeblich beteiligt sind. Ziel der Auseinandersetzung mit dem Thema Dolmetschen in der Psychotherapie ist es, die Arbeit der DolmetscherInnen insgesamt sichtbar zu machen und diese kommunikative Arbeitssituation, die einerseits intim ist, und andererseits in einem gesellschaftspolitischen Kontext eingebettet ist, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

1. Einleitende Bemerkungen

DolmetscherInnen, die im psychotherapeutischen Setting für kriegs- und foltertraumatisierte KlientInnen arbeiten, müssen Gratwanderungen bewältigen, sich häufig mit bloßen sprachlichen und inhaltlichen Annäherungen begnügen und ihre Rolle in der Triade (PsychotherapeutIn – KlientIn – DolmetscherIn) immer wieder aufs Neue definieren, reflektieren und ihrer jeweiligen Realität anpassen. Im triadisch-therapeutischen Beziehungsgeflecht herrscht ein prekäres Gleichgewicht, an dessen Aushandlung und Aufrechterhaltung DolmetscherInnen maßgeblich beteiligt sind.

Die psychotherapeutische Unterstützung zählt zu den wichtigsten integrativen Maßnahmen für kriegs- und foltertraumatisierte AsylwerberInnen und Flüchtlinge. Da alle Formen der Psychotherapie stark an Sprache gebunden sind und die Schwierigkeit, sich in einer fremden Sprache zu verständigen, durch die Problematik, über eigene traumatische Erlebnisse zu sprechen, verschärft wird, stehen DolmetscherInnen in der Psychotherapie vor besonderen Herausforderungen: Als Sprachrohr f...

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