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Metaphern und Dramapädagogik im muttersprachlichen Grammatikunterricht des Deutschen

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Anne-Kathrin Wilms

Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage, wie implizites grammatisches Wissen möglichst dauerhaft für Lernende der Sekundarstufe explizit gemacht werden kann. Erfahrungsgemäß wird muttersprachlicher Grammatikunterricht von Schülerinnen und Schülern häufig als schwer verständlich, sehr abstrakt und langweilig wahrgenommen. Die Autorin verbindet daher Metaphern und ganzheitliche dramapädagogische Methoden miteinander, um bei Lernenden eine Reflexion über ihre Muttersprache auszulösen und als Ergebnis des Lernprozesses bei ihnen Sprachbewusstheit generieren zu können.

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1 Einleitung

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Eine der frühen und bekannten Studien, die Ergebnisse zu Kenntnissen über Grammatik von Bürgern der gesamten Bundesrepublik Deutschland liefert, wurde von Ivo und Neuland 1991 durchgeführt und zeigt zusammengefasst die folgenden Ergebnisse:

Die Befragten wissen wenig von der Grammatik ihrer Muttersprache, mögen sie nicht sonderlich und erinnern sich nicht gern an ihren Grammatikunterricht, halten aber daran fest, daß [sic!] Grammatikunterricht sein muß [sic!], und geben hierfür unterschiedliche Gründe an, die sich in ihre Aussagen insgesamt nicht nahtlos einpassen. Dies gilt für die aus dem Berufsleben schon ausgeschiedenen in gleicher Weise wie für diejenigen, die sich auf den Beruf noch vorbereiten; wobei die Jüngeren der Befragten nicht weniger nachdrücklich als die Älteren die Notwendigkeit grammatischer Unterweisung betonen und die älteren Befragten im Wissen den jüngeren nichts voraus haben. Die Einstellung zu Grammatik scheint für diejenigen Befragten, die in schriftnäheren Berufen arbeiten, durch den Kontrast von Korrektheit und Fehlerhaftigkeit bestimmt und mit der sozialen Erfahrung von Fehler und ‚schlechtem Eindruck‘ einherzugehen. Auch diejenigen, die in schriftferneren Berufen arbeiten, erwarten von einer Beschäftigung mit Grammatik vorrangig Kenntnisse, die sich in Alltagssituationen als nützlich erweisen. Dabei ist die Diskrepanz zum vorhandenen Kenntnisstand besonders auffällig.

(1991: 437)

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