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Metaphern und Dramapädagogik im muttersprachlichen Grammatikunterricht des Deutschen

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Anne-Kathrin Wilms

Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage, wie implizites grammatisches Wissen möglichst dauerhaft für Lernende der Sekundarstufe explizit gemacht werden kann. Erfahrungsgemäß wird muttersprachlicher Grammatikunterricht von Schülerinnen und Schülern häufig als schwer verständlich, sehr abstrakt und langweilig wahrgenommen. Die Autorin verbindet daher Metaphern und ganzheitliche dramapädagogische Methoden miteinander, um bei Lernenden eine Reflexion über ihre Muttersprache auszulösen und als Ergebnis des Lernprozesses bei ihnen Sprachbewusstheit generieren zu können.

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2 Grammatikkenntnisse von Schülern

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Nachfolgend sollen mögliche Gründe für die in der Einleitung bereits angedeuteten schlechten Kenntnisse über Grammatik und die nur gering ausgeprägte Motivation für Grammatikunterricht in der Schule diskutiert werden. Dieses Einstellungsbild soll im Folgenden anhand eines genaueren Blicks auf weitere empirische Studien vertiefend behandelt werden. Neben diesen finden sich auch zahlreiche theoretische Beiträge, die für diesen schon lange währenden Zustand Gründe suchen und sie zu Kategorien bündeln, um abbilden zu können, welche einzelnen Faktoren möglicherweise zu den geringen expliziten Kenntnissen über und zum schlechten Image von Grammatik beitragen. Einige wenige Beiträge bemühen sich um die keinesfalls leicht oder eindeutig zu klärende Frage, wie diese Punkte möglicherweise zu beseitigen wären und versuchen teilweise, Lösungsvorschläge zu geben.

Bremerich-Vos hat bereits 1999 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg mit Studierenden eine Befragung durchgeführt, die rückwirkend eine Erinnerung an den schulischen Grammatikunterricht abbilden möchte und konkret die Bereiche „Ziele des Grammatikunterrichts“, „Mutter- und Fremdsprachenunterricht“, „Methoden des Grammatikunterrichts“ sowie „Emotionen“ und „Lehrerbilder“ (Ebd.: 35ff.) abfragt. Es stellt sich dabei heraus, dass die Themen „Grammatikunterricht“ und die damit verbundenen Grammatikkenntnisse vor allem auch anhand individueller Grammatikbiografien betrachtet werden müssen: Das Thema „Motivation“ leitet in den Beschreibungen der Fragebögen nahtlos in das Thema „Lehrerbilder“ über. Hier manifestiert sich der Eindruck, dass die damals unterrichtenden Lehrer den Grammatikunterricht häufig selber als „lästig“ (Ebd.: 41) und „notwendiges Übel“ (Ebd.: 42)...

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