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Metaphern und Dramapädagogik im muttersprachlichen Grammatikunterricht des Deutschen

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Anne-Kathrin Wilms

Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage, wie implizites grammatisches Wissen möglichst dauerhaft für Lernende der Sekundarstufe explizit gemacht werden kann. Erfahrungsgemäß wird muttersprachlicher Grammatikunterricht von Schülerinnen und Schülern häufig als schwer verständlich, sehr abstrakt und langweilig wahrgenommen. Die Autorin verbindet daher Metaphern und ganzheitliche dramapädagogische Methoden miteinander, um bei Lernenden eine Reflexion über ihre Muttersprache auszulösen und als Ergebnis des Lernprozesses bei ihnen Sprachbewusstheit generieren zu können.

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4 Dramapädagogik

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Der Bestandteil “drama” in „Dramapädagogik“ leitet sich vom Griechischen δράω ab und bedeutet „handeln“. (vgl. Moraitis 2011) Der Begriff „dramapädagogisch“ gelangt durch sein Auftauchen in der Zeitschrift info daf in der Ausgabe (4/1988) erstmals in die Diskussion über die Gestaltung von Fremdsprachenunterricht. Der Begriff ordnet sich damit in eine Phase innerhalb der Fremdsprachdidaktik ein, die sich methodisch stärker kommunikativ ausrichtet als zuvor. Innerhalb des Fremdsprachenunterrichts wird das Lernen und Sprechen einer Sprache zunehmend an Kommunikationssituationen orientiert.6 In Bezug auf die Vermittlung von Grammatik erläutert Schewe diesen kommunikativen Wandel wie folgt:

Lange schon hatte man versucht, grammatische Teilpensen kommunikativ (meist dialogisch) zu verpacken, um sie verdaulicher und lernerfreundlicher zu machen, auch schließlich aus der Erkenntnis heraus, daß [sic!] Kommunikation nur in sozialen Bezügen und Arrangements zu erlernen sei. Jetzt jedoch kehrte sich die Fragestellung um und lautete nicht mehr, wie bestimmte grammatische Kategorien sich kommunikativ einsetzen lassen, sondern, welche grammatischen Mittel bereitstehen, wenn man ein bestimmtes kommunikatives Ziel erreichen will.

(1993: 198)

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