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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 4

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit der Sektion «Qualifizierung von DaF-Lehrkräften weltweit», darauf folgt die Sektion «Germanistische Qualifikationen weltweit: Curricula und Berufsbilder von AuslandsgermanistInnen». Die Sektion «Phonetik und Phonologie Deutsch als Fremdsprache» beschließt den Band.

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Zukunftsmodelle für die interkulturelle ägyptische Germanistik. Zwischen Literaturkanon und Literaturdidaktik

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1. Germanistik in Ägypten: Status Quo

In Ägypten hat die Germanistik mit dreizehn Abteilungen an acht staatlichen und privaten Universitäten und einer Studentenzahl, die gegenwärtig die Zehntausendergrenze übersteigt, einen wichtigen regionalen Schwerpunkt. Die Ausrichtungen variieren zwischen Translation, Deutsch als Fremdsprache und rein philologischen germanistischen Studiengängen. Der letztgenannten Ausrichtung gilt der Fokus des vorliegenden Beitrags.

Den dreizehn Studiengängen ist nicht nur ihr Gegenstand gemeinsam, sondern auch die Herausforderung, ihre Curricula im Sinne einer Umorientierung von wissensvermittelnder zu kompetenzorientierter Hochschullehre neu zu strukturieren. Angesichts des nachlassenden Interesses an geisteswissenschaftlichen Fächern ist diese Aufgabe auf Bachelorniveau dringlicher denn je. Denn anders als die Inlandsgermanistik sind Germanistiken im Ausland, wie Fremdsprachenphilologien überhaupt, verstärkt auf eine Kombination aus Bildung und Ausbildung1, aus Fach- und Orientierungswissen2 angewiesen. Schlagwörter für die von Aleya Khattab3 formulierten Reformziele der ägyptischen Germanistik wären Berufsbezogenheit, Vernetzung, Curriculareformen und Modernisierung der Lehr- und Lernmethoden sowie der Leistungsmessung. Überlegungen über mögliche anwendungs- und kompetenzorientierte Perspektiven des Faches folgen hier Vorschläge zu Auswahl und Didaktisierung von literarischen Texten, die sich an den kontextspezifischen „Intended learning outcomes“ orientieren, deren gegebene Interkulturalität als Mehrwert gesehen wird.

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