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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 4

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit der Sektion «Qualifizierung von DaF-Lehrkräften weltweit», darauf folgt die Sektion «Germanistische Qualifikationen weltweit: Curricula und Berufsbilder von AuslandsgermanistInnen». Die Sektion «Phonetik und Phonologie Deutsch als Fremdsprache» beschließt den Band.

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‚Samverkan‘ als Instrument der Curriculumentwicklung – Zum Potenzial eines Theorie und Praxis verzahnenden Konzepts

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1. Einleitung

In Schweden besteht traditionell eine Verpflichtung zur Kommunikation der eigenen Arbeit in der Öffentlichkeit. In den letzten Jahren ist der Begriff dafür – tredje uppgift1 – weitgehend durch den Begriff des samverkan ersetzt worden, des ,Zusammenspiels‘ mit der Gesellschaft. Samverkan kann neben der populärwissenschaftlichen Darstellung eigener Forschung eine Vielzahl von Kooperationen bedeuten. Im Folgenden sei der Frage nachgegangen, ob und inwiefern Samverkan nicht nur Relevanz beispielsweise für die berufliche Vorbereitung der Studierenden, sondern auch für die kompetenzbezogene Arbeit an Curricula haben kann. Ziel ist es dabei ausdrücklich nicht, ein lokal verankertes Modell geschlossen weiterzuempfehlen; einzelne Aspekte sind aber sicher auch auf andere Bildungssysteme übertragbar. Um Möglichkeiten und Grenzen von Samverkan verständlich darstellen zu können, sei zunächst kurz auf die Situation der Germanistik bzw. des Faches Deutsch (Tyska) in Schweden eingegangen.2

2. Zur Situation von Tyska innerhalb des schwedischen Hochschulsystems

Auch nach Bologna zeichnet sich das Studium von Tyska durch einige Besonderheiten aus, die sowohl im schwedischen Bildungssystem und dessen Tradition(en) verwurzelt sind als auch mit der Situation des Faches zusammenhängen.

In der Regel werden zwei Fächer studiert, wobei dies oft konsekutiv geschieht; die Mehrheit der Studierenden von Tyska absolviert keine in sich geschlossenen Studiengänge. Zudem ist die Zahl der Studienplätze reglementiert; wird der sog. ‚Auftrag‘ nicht erfüllt, geraten die Institute in ein finanzielles Defizit. Mittelfristig←131 | 132→ drohen dann Entlassungen, längerfristig Schließungen des...

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