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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 5

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Sprachpflege und Sprachkritik als gesellschaftliche Aufgaben», darauf folgen die Sektionen «Wie kann man in der heutigen Zeit der Globalisierung die deutsche Sprache in der Welt (optimal) fördern?», «Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen im Hochschulbereich: Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache» sowie «Lernplattformen zum virtuellen Lernen – was bringen sie für Lernen und Lehren und welche Chancen und Möglichkeiten für die internationale Germanistik». Die Sektion «Bedeutung und Vermittlung des Deutschen für die Fach- und Berufskommunikation weltweit» beschließt den Band.

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Deutsch in Tschechien als aktuelles bildungspolitisches Problem (Vít Dovalil)

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Vít Dovalil (Prag, Tschechien)

Deutsch in Tschechien als aktuelles bildungspolitisches Problem

1. Einleitung und Zielsetzung. Statistischer Überblick

Ziel dieses Beitrags ist es, einen Überblick über die Stellung des Deutschen in Tschechien zu skizzieren. Spezielle Aufmerksamkeit wird dabei dem Umstand geschenkt, dass Deutsch in Tschechien nicht nur als Fremdsprache eine wichtige Rolle spielt, sondern gleichzeitig auch als eine der Minderheitensprachen geschützt werden soll. Diese soziokulturelle und sozioökonomische Konstellation wird neuerdings von der sprachenpolitischen Tatsache umrahmt, dass das Bildungsministerium für die Einführung einer zweiten Pflichtfremdsprache zum 1.9.2013 entschieden hat. Der Beitrag konzentriert sich auf die Handlungen der Akteure auf der Makroebene, die die für ganz Tschechien verbindlichen Rahmenbildungsprogramme1 entwerfen, wie auch der Schüler/Eltern auf der Mikroebene, die seit 2013 zwei Fremdsprachen zu wählen haben. Durch die RBP (Makroebene der Institutionen in Prag) werden aber die Bedürfnisse z. B. der Grenzregionen auf der Mikroebene nahezu ignoriert, aus denen eine Menge Bürger (Kellner, Verkäufer, Ärzte oder Krankenschwestern) täglich über die Grenze pendelt, um dank ihrer Deutschkenntnisse besser verdienen zu können.

Über Tschechiens Fremdsprachensituation im Allgemeinen und die schwächer werdende Stellung des Deutschen im Speziellen wird regelmäßig publiziert (vgl. stellvertretend Kaderka/Prošek 2014, Ammon 2015, S. 328–334, Dovalil/Engelhardt 2012, Dovalil 2010, Gester 2011, Šichová 2011 u. a. m.). Einerseits handelt es sich um Skizzen mit präsentierten Daten, andererseits um Studien mit theoretischer Fundierung im Bereich der Sprachplanung und Sprachmanagementtheorie. In...

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