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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 5

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Sprachpflege und Sprachkritik als gesellschaftliche Aufgaben», darauf folgen die Sektionen «Wie kann man in der heutigen Zeit der Globalisierung die deutsche Sprache in der Welt (optimal) fördern?», «Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen im Hochschulbereich: Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache» sowie «Lernplattformen zum virtuellen Lernen – was bringen sie für Lernen und Lehren und welche Chancen und Möglichkeiten für die internationale Germanistik». Die Sektion «Bedeutung und Vermittlung des Deutschen für die Fach- und Berufskommunikation weltweit» beschließt den Band.

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Die Texte von Kurt Drawert zur Unterstützung der Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen mit Tokio und Vancouver an der Universität Częstochowa (Gizela Kurpanik-Malinowska)

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Gizela Kurpanik-Malinowska (Częstochowa, Polen)

Die Texte von Kurt Drawert zur Unterstützung der Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen mit Tokio und Vancouver an der Universität Częstochowa

Kurt Drawerts wichtiges Thema, das er in immer neuen Anläufen umkreist, sind die Auseinandersetzungen mit der untergehenden Welt der Väter seiner Heimat, der DDR. Die Dichtung von Kurt Drawert ist eine ständige Abrechnung mit der Epoche des Totalitarismus und mit der Unterdrückung des Menschen durch einen sozialistischen Staat. Der Autor bedauert den materiellen und moralischen Ruin dieses Staates und des Menschen. Drawert stellt das Leben in der DDR dar, die er als „vermutete Heimat“ bezeichnet, weil sie für ihn keine Heimat, sondern nur sein Herkunftsland war. Der Schriftsteller notiert als Augenzeuge der ostdeutschen Situation gründlich die Tatsachen und bemüht sich, die in der DDR herrschenden Verhältnisse darzustellen. Die Mechanismen des Funktionierens des sozialistischen Staates schildert Drawert in seinem autobiographischen Roman Spiegelland. Ein deutscher Monolog1 am Beispiel seiner eigenen Familie. Drawerts Vater war ein Volkspolizist, der sehr genau seine Arbeitet verrichtet. Als Vertreter des Unterdrückungsapparats beobachtete er heimlich, horchte, lauerte, überführte ununterbrochen. Zu Hause herrschte die Atmosphäre der Angst, der Sprachlosigkeit, der Lieblosigkeit. Diese unverkennbare Stimme des aus dem Osten kommenden deutschen Autors klingt längst an der Jan Długosz Universität in Częstochowa vertraut, da bereits 1997 im Hochschulverlag der damaligen Pädagogischen Hochschule die erste deutsch-polnische Auswahl seiner Texte2 erschienen ist,...

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