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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 6

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Internationale mehrsprachige Studierende und ihre sprachlichen Lernwege vor dem Studium (Silvia Demmig)

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Silvia Demmig (Jena, Deutschland)

Internationale mehrsprachige Studierende und ihre sprachlichen Lernwege vor dem Studium

1. Die Rolle der Mehrsprachigkeit im deutschen Hochschulsystem

Die folgenden Überlegungen gehen in einigen Bereichen über Deutschland und über den Bereich der Hochschulen hinaus, da der Versuch unternommen wurde, den deutschsprachigen Diskurs um Mehrsprachigkeit für das internationale Publikum der Tagung aus der Sicht der DaF/DaZ-Didaktik zu skizzieren.

In Schulen ist die Mehrsprachigkeitsdidaktik zumindest in der Theorie bereits weit verbreitet (z. B. Reich, Hans H./Krumm, Hans-Jürgen 20131). Ein weiterer Ort der Mehrsprachigkeit sind die Grenzregionen um DACHL (z. B. http://www.nachbarsprachen-sachsen.eu/de/index.html). Ebenfalls gut sichtbar in der Diskussion im Fach DaF/DaZ sind die Minderheitensprachgebiete deutschsprachiger Minderheiten weltweit. Andere Teilgebiete unseres Faches DaF/DaZ dagegen sind, was die Fragestellung der Mehrsprachigkeit und ihre didaktische Berücksichtigung angeht, eher noch als Entwicklungsgebiete zu sehen. Dazu zählt die Erwachsenenbildung im Fach DaZ. MigrantInnen werden erst neuerdings in ihrer Mehrsprachigkeit betrachtet (z. B. MEVIEL-Projekt2). Ebenso in den Anfängen ist die wissenschaftliche Diskussion zur Mehrsprachigkeit an den Universitäten in Deutschland. Mehrsprachigkeit bedeutet hier meist die Förderung von Englisch. Studierende werden selten als TrägerInnen von Sprachen betrachtet. Eine der wenigen Arbeiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, ist die von Isabelle Mathé aus Wien. Sie konstatiert für die Hochschulen im deutschsprachigen Raum einen „monolingualen Habitus“ (Mathé, Isabelle 2009, S. 23). In Deutschland←85 | 86→ gibt es einzelne Bestrebungen, für die Gruppe der BildungsinländerInnen mit Migrationshintergrund eine...

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