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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 6

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Das Goethe-Projekt – sprachliche Diversität in einem Schulentwicklungsprojekt in Südtirol (Italien) (Annemarie Saxalber / Rita Franceschini)

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Annemarie Saxalber, Rita Franceschini (Bozen, Italien)

Das Goethe-Projekt – sprachliche Diversität in einem Schulentwicklungsprojekt in Südtirol (Italien)

1. Einleitung

Die Grundschule J. W. v. Goethe, eine Stadtschule in Bozen mit deutschem Profil, sieht sich seit einigen Jahren mit einer zunehmenden Schülerschaft mit Migrationshintergrund konfrontiert und erachtet deshalb ein Weiterentwickeln des Schulsprachprofils für notwendig. Mit einem systemisch angedachten Konzept soll eine nachhaltige Sprachförderung aller Schüler1 erreicht werden.Im Beitrag möchten wir das Schulentwicklungsprojekt „Sprachaufmerksamkeit und Sprachenförderung“ – im Folgenden kurz das Goethe-Projekt genannt – und die begleitende wissenschaftliche Forschung vorstellen und ausgewählte Zwischenergebnisse der dreijährigen Longitudinalstudie zeigen.2

2. Rahmenbedingungen

Südtirol ist ein Sprachgrenz- und Sprachkontaktgebiet (mit Deutsch, Italienisch, Ladinisch), in dem es eine innere und äußere Mehrsprachigkeit gibt und die Sprachverwendung der deutschen Sprachvarietäten diglossisch geprägt ist: Die deutsche Schule ist der Ort, an dem die Standardsprache besonders gepflegt wird.

Die Autonome Provinz Bozen sieht getrennte Schulen für die deutsche und italienische Sprachgruppe vor,3 wodurch die Weiterentwicklung der jeweiligen Schulsprache auf einem hohem Niveau gewährleistet werden soll. Migrantenkinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch, die an die deutsche Schule←131 | 132→ kommen, haben allerdings in der Regel zwei Zweitsprachen, nämlich Deutsch und Italienisch, als die dominanten Sprachen in der Provinz zu erlernen.

Das von der Schulbehörde entwickelte Gesamtsprachenkonzept berücksichtigend soll in den Sprachfächern integrierend vorgegangen werden (Saxalber 2013).4 Der...

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