Show Less
Restricted access

Migration in Theologie und Kunst

Transdisziplinäre Annäherungen

Series:

Hanjo Sauer and Julia Allerstorfer

Die Beiträge untersuchen disziplinübergreifend das Phänomen Migration. Die AutorInnen betrachten Migration als ein konstitutives Element der Menschheitsgeschichte und als globales Zukunftsthema. Spätestens seit Beginn der Flüchtlingswelle aus Syrien nach Europa und auch Österreich in den Sommermonaten 2015 ist diese Thematik integraler Bestandteil medialer, politischer und öffentlicher Kontroversen. Migration ist kein modernes Phänomen. Wanderungsprozesse aufgrund existenzieller Bedrohungen oder Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen anderswo hat es immer gegeben. Die BeiträgerInnen diskutieren Migration aus den Perspektiven der Theologie, Philosophie und der Kunstwissenschaft. Die Bandbreite der Sujets reicht hierbei von alttestamentarischen Bibelstellen bis hin zum Europa der Neuzeit, über Kolonialismus, Imperialismus und Globalisierung. Aus kunstwissenschaftlicher Perspektive wird der Migrationsbegriff hinsichtlich unterschiedlicher Epochen und Kunstgattungen aufbereitet.

Show Summary Details
Restricted access

Anerkennungsverhältnisse. Politisch-theologische Dimensionen des interreligiösen Dialogs (Ein fundamentaltheologischer Beitrag zu Fragen von Migration und Integration) (Ansgar Kreutzer)

Extract

Ansgar Kreutzer

Anerkennungsverhältnisse

Politisch-theologische Dimensionen des interreligiösen Dialogs (Ein fundamentaltheologischer Beitrag zu Fragen von Migration und Integration)

0. Ausgangspunkt: Soziale Bedingungen interreligiöser Dialoge

Seit Jahren emotionalisieren Konflikte um Moscheebauten die Menschen in unserer Gesellschaft, die durch Migration und Multikulturalität geprägt ist.1 Dies ist kein Zufall. Denn eine Moschee ist mehr als ein Bauprojekt, mehr auch als die Errichtung eines Sakralbaus. Der Bau eines islamischen Gotteshauses ist ein sprechendes Symbol: Er konfrontiert mit der Präsenz eines sicht- und spürbaren Islams mit all den damit verbundenen gesellschaftlichen, kulturellen und theologisch-weltanschaulichen Herausforderungen. Er führt die faktische kulturelle und religiöse Heterogenität der Gegenwartsgesellschaft sinnenfällig vor Augen. Der langjährige Direktor des bekannten Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, Claus Leggewie, hat Moscheekonflikte deshalb als „Lehrstücke“ für die plurale (Einwanderungs-)Gesellschaft bezeichnet.2 Für Leggewie geht es in diesen Kontroversen um mehr als um religiöse Debatten. Es sind, „jenseits der konkreten Funktion von Sakralbauten hochbrisante symbolische Anerkennungs←33 | 34→konflikte“3, also Auseinandersetzungen um Rechte, Beachtung, kulturelle Selbstverwirklichung, zugesprochene Identität und Würde.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.