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Acta Germanica Band / Volume 44 • 2016

50 Jahre / Years – Jubiläumsausgabe / Anniversary Edition

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Edited By Carlotta von Maltzan

Das 50-jährige Jubiläum des «Germanistenverbandes im südlichen Afrika» wird in dem ersten Teil «50 Jahre SAGV» und den beiden Rubriken zu den Verbandszeitschriften «Acta Germanica» und «DUSA/e-DUSA» gewürdigt. Die nachfolgenden wissenschaftlichen Beiträge sind wie immer unter den Überschriften «Afrika schreiben» und «Allgemeine Beiträge» versammelt. Die Rubrik «Afrika schreiben» vertritt seit geraumer Zeit die Schwerpunktsetzung des Jahrbuchs. Beiträge von (süd-)afrikanischen Germanist/innen und anderen zeigen, dass der dezidierte Afrikabezug mit literarischen, kulturellen, sprachlichen, theoretischen, fachlichen wie wissenschaftsbezogenen Themenstellungen vielfältig produktiv ist. Die Sparte «Allgemeine Beiträge» umfasst Auseinandersetzungen mit deutschsprachiger Literatur, Sprache und Kultur über andere Zugänge, die die Bandbreite des Faches widerspiegeln. Zwei Interviews mit Yoko Tawada und Ilija Trojanow sowie Buchbesprechungen schließen den Band ab. Insgesamt vermittelt dieser Jubiläumsband Einblicke in die Vielfalt, Auseinandersetzungen und Veränderungen in der 50-jährigen Geschichte des Fachverbands.

The first part titled «50 Years SAGV» and the two subsequent sections on the association’s journals «Acta Germanica» and «DUSA/e-DUSA» pay tribute to the 50th anniversary of the «Association for German Studies in Southern Africa». As in every edition of «Acta Germanica», peer-reviewed articles appear under the headings «Writing Africa» and «General Contributions to German Studies». For a while now the section «Writing Africa» has provided a discussion forum which emphasises its location. Contributions by (South) African academics of German Studies and others demonstrate that an Africa focus is multidimensional and productive as evidenced by the literary, cultural, linguistic, theoretical, and scientific explorations and topics covered. The section «General Contributions to German Studies» opens other avenues of debate on German literature, language and culture reflecting the spectrum of the discipline. Two interviews with Yoko Tawada and Ilija Trojanow followed by book reviews conclude the volume. Overall, this jubilee edition provides insight into diverse positions, debates and changes during the 50 year history of the association.

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Buchbesprechungen / Book Reviews

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Sprache und Kolonialismus. Eine interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten.

Herausgegeben von Thomas Stolz, Ingo Warnke und Daniel Schmidt-Brücken. Berlin/Boston: de Gruyter 2016, 281 S. €24,95.

In den letzten fünf Jahren erlebte die ‚Linguistik der Kolonialität‘ als interdisziplinär angelegte, jedoch deutlich sprachwissenschaftlich dominierte neue Forschungsrichtung in Deutschland einen enormen Aufschwung. Beleg dafür sind zahlreiche Tagungen und Konferenzen sowie Verbund-Forschungsvorhaben von Fachleuten aus der gesamten Bundesrepublik, deren Ergebnisse seit 2011 in der Reihe „Koloniale und Postkoloniale Linguistik / Colonial and Postcolonial Linguistics“ im renommierten De Gruyter-Fachverlag herausgegeben werden. Besondere Weihen erfuhren die Forschungen außerdem durch die Bewilligung und Einrichtung einer „Creative Unit Language in Colonial Contexts“, die im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern für die Universität Bremen gewonnen werden konnte.

Nun legen die Protagonisten dieser Forschungsrichtung ein Studienbuch vor, in dem sie ihre Grundlagen, Perspektiven und Horizonte für ein studentisches Publikum sowie für informierte Laien ausbreiten. Sprache und Kolonialismus schlägt als „interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten“ (so der Untertitel) damit eine Brücke von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zur akademischen Lehre, die in Deutschland angesichts fehlender Masterstudiengänge in diesem sprachwissenschaftlichen Bereich noch ausbaufähig ist. Dass sich dies ändern kann und soll, ist den Bremer Herausgebern und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu wünschen.

Angesichts der englischen Selbstbezeichnung ‚Postcolonial Language Studies‘ erfolgt in der knapp dreißigseitigen...

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