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Übersetzungskritisches Handeln

Modelle und Fallstudien

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Edited By Beate Sommerfeld, Karolina Kęsicka, Małgorzata Korycińska-Wegner and Anna Fimiak-Chwiłkowska

Die in diesem Buch versammelten Beiträge gehen der Frage nach einem zuverlässigen Maßstab für die sachgerechte Bewertung übersetzerischer Leistungen nach. Angesichts des sich in neuerer Zeit anbahnenden Wandels der Übersetzungslandschaft und in der sich als heterogene Theorielandschaft darbietenden Übersetzungskritik überprüfen die Autoren, inwiefern übersetzungskritische Modelle zur Qualitätssteigerung von Übersetzungen beitragen. Sie analysieren übersetzungskritische Ansätze aus der Perspektive des konkreten Übersetzungsfalls und heben dabei die Übersetzungskritik als ein komplexes Handlungsgefüge hervor.

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Übersetzungskritisches Handeln – Modelle und Fallstudien. Vorwort der Herausgeberinnen

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„Eine Theorie des Übersetzens muss sich an ihrer Theorie der Übersetzungskritik und allgemein an ihrer Theorie der Bewertung von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen messen lassen. Allzu weit sind wir bei diesen Fragen noch nicht gekommen.“ Dieser kritische Befund von Margaret Ammann (1990: 211) scheint bis heute seine Gültigkeit nicht verloren zu haben. So scheitern die seit Jahrzehnten angestellten Bemühungen um eine objektive Bewertung der Übersetzungsqualität oftmals bereits an den divergierenden Auffassungen darüber, worin diese eigentlich bestehen soll oderwelche semantischen, sprachlichen, formalen oder auch funktionalen Kategorien als Vergleichsgrößen herangezogen werden sollen, um zu ermitteln, ob der gesetzte Qualitätsmaßstab erreicht worden ist (vgl. Thome 2012: 309). Die Übersetzungskritik bietet sich heute als recht heterogene Theorielandschaft dar. Der stetig anwachsende Fundus an theoretischen Arbeiten lässt es angeraten erscheinen, den Forschungsstand von Zeit zu Zeit kritisch zu hinterfragen und eine Zwischenbilanz zu ziehen. Dies wollen die in diesem Band versammelten Texte versuchen und damit einen Beitrag zur Lösung eines Problems leisten, mit dem sich die Translationswissenschaft und die Übersetzungskritik als ihre Teildisziplin seit Jahrzehnten beschäftigen: der Frage nach einem zuverlässigen Maßstab für die sachgerechte Bewertung übersetzerischer Leistungen. Das Aufstellen klarer Kriterien und das Transparentmachen der eigenen Wertmaßstäbe wird von der Übersetzungskritik seit langem eingefordert (vgl. Ammann 1990: 213), um die angebotenen Übersetzungslösungen in einem Zieltext „nicht rein subjektiv, sondern argumentativ und intersubjektiv nachvollziehbar“ bewerten zu können (Reiß 1989: 72).

Im Hintergrund der Beiträge...

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