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Deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur während der Zwischenkriegszeit und im Exil

Schwerpunkt Österreich

Edited By Susanne Blumesberger and Jörg Thunecke

Der Sammelband enthält Texte von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit deutschsprachiger, vor allem österreichischer Kinder- und Jugendliteratur im Zeitraum von 1918 bis 1945 befassen. Kinder- und Jugendliteratur erfüllt nicht nur unterschiedliche pädagogische Funktionen; es lassen sich auch divergente gesellschaftspolitische Strömungen ausmachen: Waren in den 1920er Jahren in Österreich starke aufklärerische Tendenzen zu beobachten, wurden diese im austrofaschistischen »Ständestaat« und unter dem Nationalsozialismus durch fremdenfeindliche, nationalistische Tendenzen zurückgedrängt oder auch verboten. Die Autorinnen und Autoren diskutieren in der Zwischenkriegszeit erschienene sowie im Exil entstandene Kinder- und Jugendliteratur. Dabei stehen vor allem die Produktionsbedingungen, die jeweiligen thematischen Schwerpunkte, die Illustrationen sowie die Verbreitung und Rezeption dieser Literatur im Vordergrund.

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Von der Historizität zur Aktualität der Kinder- und Jugendliteratur im Exil (Wiebke von Bernstorff)

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Wiebke von Bernstorff

Von der Historizität zur Aktualität der Kinder- und Jugendliteratur im Exil

„Es ist eine Lust unseres Zeitalters, das so viele und mannigfache Veränderungen der Natur bewerkstelligt, alles so zu begreifen, daß wir eingreifen können.“1

Abstract: Using as a starting point the current prominence of children’s and youth literature in literary didactics, this contribution deals with reference to Brecht’s ‚alienation effect‘ – the topicality of children and youth literature in exile. Above all else, the historicity of such texts proves to be especially profitable for didactical purposes. The literary approach offered by the ‚alienation effect‘, relying on an intelligent and emancipated readership, permits today a kind of reception – contrary to mere empathy – which seems particularly valuable. Furthermore, the authors‘ exile experience is reflected in their writings, and these may therefore prove useful in any reflection upon the contemporary political and humanitarian challenges in a Europe dominated by migration.

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