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Nachhaltigkeit der Staatsverschuldung

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Reinhard Neck and Robert Holzmann

Gegenstand dieses Buchs ist die Frage, wie die Budgetpolitik gestaltet werden soll, um eine nachhaltige Entwicklung der Staatsverschuldung zu gewährleisten. Die Beiträge berücksichtigen dabei sowohl kurz- und mittelfristige konjunkturelle Auswirkungen von Staatsschulden wie Wachstumseffekte. Einen Schwerpunkt bilden die Probleme in der Eurozone, die durch die Staatsschuldenkrise im Gefolge der Großen Rezession besonders betroffen war. Neben Untersuchungen zu den institutionellen Besonderheiten des Euroraums zeigen die in diesem Buch enthaltenen Länderstudien, wie man testen kann, ob Entwicklungspfade der Staatsverschuldung nachhaltig sind, und welchen Herausforderungen sich die nationalen budgetpolitischen Entscheidungsträger bei der Sicherung der Nachhaltigkeit gegenüberstehen.

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Vorwort

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Im Gefolge der Großen Rezession 2007–2010 wurde von vielen Industrieländern die Budgetpolitik zur Stützung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung eingesetzt, was zu teilweise gravierenden Problemen der Finanzierung des öffentlichen Sektors und einer beträchtlichen Ausweitung seiner Verschuldung führte. Besonders in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wurde durch diese Entwicklung das Ziel der Budgetkonsolidierung nicht nur verfehlt, sondern voraussichtlich in weite Ferne gerückt. Andererseits gelang es in anderen Staaten, die öffentliche Verschuldung nach dem Ende der Rezession wieder zu langfristig nachhaltigen Werten zurückzuführen. Die Ursachen dieser unterschiedlichen Entwicklungen und die daraus resultierenden Perspektiven für die Wirtschaftspolitik sind Gegenstand dieses Buchs.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts, das vom Ludwig Boltzmann-Institut zur Analyse wirtschaftspolitischer Aktivitäten initiiert und organisiert und durch den Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Projekt Nr. 9506) finanziell gefördert wurde, wurde untersucht, wie die Budgetpolitik in Österreich und in anderen Industrieländern gestaltet werden sollte. Dabei wurden sowohl kurz- und mittelfristige (konjunkturelle) Auswirkungen von Staatsschulden wie Wachstumseffekte in die Untersuchungen einbezogen. Einen Schwerpunkt neben der österreichischen Situation bildeten die Probleme in der Eurozone, die durch die Staatsschuldenkrise im Gefolge der Großen Rezession besonders betroffen war. Neben den Untersuchungen zu den institutionellen Besonderheiten des Euroraums zeigen die in diesem Buch enthaltenen Länderstudien, wie überprüft werden kann, ob einzelne Entwicklungspfade der Staatsverschuldung als nachhaltig bezeichnet werden können und welchen Herausforderungen sich die nationalen budgetpolitischen Entscheidungsträger bei der Sicherung der Nachhaltigkeit gegenübersehen...

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