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Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie in kommunalen Mehrheitsbeteiligungen

Eine empirische Studie

Tobias Alexander Krause

Ein großer Teil der öffentlichen Leistungserbringer wird als privatrechtliche Gesellschaften in einem wettbewerbsorientierten Umfeld geführt. Da bis dato empirische Erkenntnisse zur Steuerung dieser kommunalen Beteiligungen fehlen, setzt sich der Autor mit den Autonomisierungstendenzen auf Kommunalebene auseinander. Er untersucht Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie von kommunalen Mehrheitsbeteiligungen aus dem Blickwinkel der Gesteuerten. Dabei interessiert insbesondere die Einflussnahme der Kommunen auf verschiedene Tätigkeitsbereiche ihrer Ausgliederungen. Um zu beantworten, welche Faktoren die Managementautonomie beeinflussen, erstellt die Studie einen Analyserahmen auf Basis der Transaktionskosten- und der Social-Exchange-Theorie. Die Hypothesen testet der Autor mit einer großflächigen Umfrage und evaluiert so wissenschaftliche Implikationen und praktische Empfehlungen für die Steuerung kommunaler Unternehmen.

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3. Datenerhebung und Methodische Vorgehensweise

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3.   Datenerhebung und Methodische Vorgehensweise

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie die empirische Datenerhebung durchgeführt wurde. Es wird ausführlich diskutiert, wie der Autor bei der statistischen Studie vorgegangen ist, welche Konstrukte in der Erhebung verwendet wurden und wie die Repräsentativität der Studie insgesamt einzuschätzen ist. Es wird vor allem auf das methodische Instrument, die Fallauswahl, die Identifikation der Grundgesamtheit, den Prozess der Erhebung und die Beschaffenheit der Stichprobe sowie Fragebogendesign und Pretest Bezug genommen. Letztlich werden auch die statistischen Verfahren und Analysemethoden diskutiert, die vom Autor angewandt wurden, um zu den Ergebnissen zu gelangen.

3.1    Methodisches Instrument

In der vorliegenden Untersuchung greifen wir auf eine Methodik zurück, die für verselbstständigte Behörden auf Bundesebene angewandt wurde. Das COBRA Forschungsnetzwerk (Comparative Public Organization Data Base for Research and Analysis) entwickelte einen gemeinsamen Fragenkatalog und untersuchte seit Mitte der 2000er Jahre die De-facto-Autonomie von strukturell verselbstständigten Behörden im Ländervergleich (Verhoest et al. 2010: 45f.). Die grundlegende Idee war, dass sich tatsächliche und formale Autonomie dieser Agenturen stark voneinander unterscheiden können (Bach 2014: 57). Daher wurden die Behördenleiter betreffend der Handlungsspielräume ihrer Behörden befragt. Mit dieser Methode, so hoffte man, könne man die De-facto-Handlungsspielräume der Agenturen besser abbilden, als mit einer Analyse von strukturellen Faktoren.

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