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Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften

Eine Längsschnittstudie in der kaufmännischen Ausbildung

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Christian Michaelis

Der Autor untersucht die Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften bei kaufmännischen Auszubildenden im Ausbildungsverlauf. Das zugrunde gelegte Kompetenzmodell basiert auf einer Verschränkung kognitionspsychologischer mit verhaltenstheoretischen Annahmen. Den Kern dieses Models bilden die Handlungsintention, nachhaltig zu wirtschaften sowie das deklarative Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Beide Skalen werden über kognitive und affektiv-motivationale Faktoren, wahrgenommene Wert- und Normorientierungen, unterschiedliche Lerngelegenheiten sowie soziodemografische Aspekte kontrolliert. Der Band belegt, dass eine Förderung von Kompetenzen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiges Desiderat in der beruflichen Bildung darstellt.

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4 Bildung für nachhaltige Entwicklung

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Der Diskurs um eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lässt sich nicht losgelöst von der zuvor beschriebenen historischen Entwicklung der Diskussion um die nachhaltige Entwicklung (vgl. Abschnitt 3.1) beschreiben. Der Brundtland-Bericht und auch die Weltkonferenzen sind insofern an der Entstehung der BNE beteiligt (Bolscho & Hauenschild, 2006, S. 13), als Bildung als ein (zentrales) Mittel zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung gilt (Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, 1992). Die Entwicklung der BNE wird im nachfolgenden Abschnitt 4.1 skizziert.

BNE ist institutions- sowie lernkontextübergreifend zu verstehen und dies wird so bereits im 36. Kapitel der Agenda 21 (ebd., S. 329 ff.), das als Initiator der BNE gilt, deutlich gemacht. Die BNE soll demnach von der primären bis zur tertiären Bildung erfolgen, aber auch über „nichtformale Bildung“ (ebd. S. 329; vgl. Abschnitt 2.2.2) gefördert werden. In diesem Zusammenhang ist der Kontextbezug der BNE kurz zu skizzieren: Der Begriff Bildung für nachhaltige Entwicklung bzw. BNE bezieht sich in dieser Arbeit auf einen institutionsübergreifenden Kontext. Ausdifferenzierungen, die sich auf einen konkreten, nicht allgemeinen, Bildungsbereich beziehen, erhalten häufig eigene Akronyme. So ist für die Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung in der Literatur die Abkürzung BBNE verbreitet (z. Β. bei Fischer, im Erscheinen; Fischer et al., 2009; Kutt, 2006). Neben der BBNE ist zudem auf die Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung zu verweisen, die auch mit HBNE abgekürzt werden kann. Weiterbildungsinitiativen werden sowohl der BBNE als auch...

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