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Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften

Eine Längsschnittstudie in der kaufmännischen Ausbildung

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Christian Michaelis

Der Autor untersucht die Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften bei kaufmännischen Auszubildenden im Ausbildungsverlauf. Das zugrunde gelegte Kompetenzmodell basiert auf einer Verschränkung kognitionspsychologischer mit verhaltenstheoretischen Annahmen. Den Kern dieses Models bilden die Handlungsintention, nachhaltig zu wirtschaften sowie das deklarative Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Beide Skalen werden über kognitive und affektiv-motivationale Faktoren, wahrgenommene Wert- und Normorientierungen, unterschiedliche Lerngelegenheiten sowie soziodemografische Aspekte kontrolliert. Der Band belegt, dass eine Förderung von Kompetenzen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiges Desiderat in der beruflichen Bildung darstellt.

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9 Diskussion der Ergebnisse der Kompetenz, nachhaltig zu wirtschaften, und ihre Entwicklung im Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

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Mit dem Ziel, die Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften bei kaufmännischen Auszubildenden zu messen, begegnet die hier vorliegende Längsschnittstudie einem interdisziplinären Forschungsdesiderat98, für das bisher nur wenig evidenzbasiertes Wissen vorliegt, das bildungspolitisch jedoch von hoher Relevanz ist.

Wie an unterschiedlichen vorherigen Stellen bereits mehrfach hervorgehoben, besteht eine große Herausforderung des Untersuchungsvorhabens dieser Arbeit in der Operationalisierung einer nachhaltigen Entwicklung sowie eines nachhaltigen Wirtschaftens. Dies wird kontrovers mit zum Teil divergenten Theorien diskutiert.99 Daneben erschweren uneinheitliche Modellannahmen der Kompetenzmessung in der BNE die Messung von nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen (vgl. Abschnitt 4.2 & 4.3.2). Für die berufliche Bildung existieren außerdem bis heute nur wenige Instrumente, die eine reliable und valide Messung von nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen in der beruflichen Ausbildung ermöglichen.100,101 ← 255 | 256 → Lediglich das KONWIKA-Projekt (Seeber & Fischer, 2011) zielte bisher auf die Erschließung der beiden letztgenannten Forschungslücken ab.102 Dabei wurden zwar erste Instrumente entwickelt sowie Strukturzusammenhänge von Kompetenzen für ein nachhaltiges Wirtschaften herausgearbeitet, allerdings ließen die Ergebnisse auf umfangreichen weiteren Forschungsbedarf insbesondere zu Validierungsaspekten schließen (vgl. Seeber & Michaelis, 2014): vor allem zur Weiterentwicklung der Instrumente103, zur differenzierteren Prüfung von Entstehungs- und Erklärungszusammenhängen sowie zur Prüfung der Kompetenzentwicklung und damit zusammenhängend der Zeitinvarianz der entwickelten Instrumente. Die vorliegende Arbeit greift diese Forschungsbedarfe der KONWIKA-Studie auf. Zugehörige Forschungshypothesen fokussieren dabei aber primär die Analyse der Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften hinsichtlich der intraindividuellen Entwicklungen sowie den interindividuellen Unterschieden in diesen.104...

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