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Inklusiver Englischunterricht am Gymnasium

Evidenz aus der Schulpraxis im Spiegel von Spracherwerbstheorie und Fremdsprachendidaktik

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Jan Springob

Inklusion ist eine der aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen. Die Realisierung von gemeinsamem Unterricht einer heterogenen Schülerschaft stellt auch den Fremdsprachenunterricht vor neue Aufgaben. Der Autor präsentiert Erkenntnisse einer dreijährigen unterrichtsbegleitenden, quantitativen wie qualitativen Erhebung inklusiven Englischunterrichts an einem Gymnasium und bettet diese umfassend in den Diskurs der Inklusions- und Zweitspracherwerbsforschung ein. Er formuliert «Best-Practice»-Empfehlungen, die einen eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Impuls in die englische Sprachwissenschaft hinsichtlich des Zweitspracherwerbs und in die englische Fachdidaktik hinsichtlich der Unterrichtspraxis geben. Die Umsetzung von Inklusion kann gelingen, so das Fazit.

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5. Konsequenzen und konkrete Vorschläge für die praktische Umsetzung – ein Zwischenfazit

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5.   Konsequenzen und konkrete Vorschläge für die praktische Umsetzung – ein Zwischenfazit

Aus den vorgestellten (inter)nationalen Studien, den Erkenntnissen der Inklusions- wie Fremdspracherwerbsforschung und der Fremdsprachendidaktik ergeben sich Konsequenzen und Anknüpfungspunkte, die in einem schulischen Alltag, der alle SchülerInnen adäquat erreichen möchte, beachtet werden müssen bzw. sollten.120 In Form eines Zwischenfazits geht es hier um die Beantwortung der ersten Forschungsfrage, was der Erkenntnisstand der wissenschaftlichen Forschung zum Zweit- und Fremdspracherwerb, zur Inklusionsforschung und zur Didaktik des Englischunterrichts ist und welche Folgerungen und Konsequenzen sich daraus ergeben, um im Rahmen einer schülerInnenorientierten Vernetzung von Theorie und Praxis einen Gewinn für die schulische Realität der Inklusion für alle SchülerInnen zu bieten. Erstens werden an dieser Stelle die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und zweitens konkrete Vorschläge und mögliche Herausforderungen angesprochen.

(I) Inklusion, von einem weiten Verständnis ausgehend, nimmt alle Heterogenitätsdimensionen und die Vielfalt der SchülerInnen in einer Lerngruppe, die zusammen lernen, in den Blick. Dazu gehören unter anderem die vielfachen Kompetenzen, das jeweilige Alter, der soziale Hintergrund, ihre Sprache(n), Kultur und Religion, ihre potentielle Migrationserfahrung, ihre Interessen, das Geschlecht und die sexuelle Orientierung. Der Blick geht somit über das Verständnis von Inklusion als Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit ← 165 | 166 → und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf weit hinaus (vgl. Grosche 2015).

(II) SchülerInnen mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf „Lernen“ und...

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