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Der Psalter als ein Weg des Aufstiegs in Gregor von Nyssas «In inscriptiones Psalmorum»

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Augustinus Friedbert Weber

Das Buch untersucht Gregor von Nyssas Traktat «In inscriptiones Psalmorum». Dieser legt den Psalter als einen Meditationstext aus, der Gott suchende Menschen begleiten und über einen stufenweisen Aufstieg bis zur vollendeten Seligkeit führen will. Die Reihenfolge der Psalmen und ihre Gruppierung in fünf Bücher spiegeln einzelne Schritte und Etappen dieses Weges. Der Autor analysiert Gregors exegetische Arbeitsweise und legt eine Übersetzung des Traktats ins Deutsche vor. Eine hermeneutische Bilanz deutet den Kappadokier als einen Denker, der den christlichen Glauben im Kontext seiner Zeit in einer der philosophischen Vernunft gemäßen Weise erschließt.

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4 Geraffte Gesamtdarstellung

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Abstract: Due to the church father’s often complex train of thought, the study offers in the fourth chapter a condensed summary. This overview will help the reader to grasp the text in entirety and the central idea pertaining to each individual chapter.

4.1 Erster Teil

Der Text des Traktates In inscriptiones Psalmorum von Gregor von Nyssa ist oft komplex und fordert dem Leser einiges an Aufmerksamkeit und Mühe ab. Um dem Interessenten den Zugang zu erleichtern, bringen wir nach der Übersetzung eine geraffte Gesamtdarstellung. Sie bietet eine Orientierung über die Hauptgedanken der einzelnen Kapitel und verhilft zu einem Überblick über das Gesamtwerk. Hinweise zum Text der Psalmen, der Gregor vorlag, finden sich jeweils oben an den entsprechenden Stellen in den Anmerkungen zu unserer Übersetzung.

4.1.0 Vorwort – Fragestellung und geplantes Vorgehen (1,1–21)1301

Im Vorwort spricht Gregor einen namentlich nicht genannten „Menschen Gottes“ an, der ihm den Auftrag zu diesem Werk gegeben habe. Dessen Frage richtet sich auf den in den Psalmenüberschriften enthaltenen Sinn, und zwar unter dem speziellen Aspekt, ob dieser etwas enthält, das den Leser zur Tugend führen kann. Gregor berichtet, dass er sich gründlich mit dem ganzen Psalter beschäftigt habe. Dabei sei er zu dem Entschluss gekommen, die Frage nach den Überschriften nicht direkt anzugehen, sondern ihrer Erörterung einen Zugang (ἔφοδόν 1,9) zum Psalter im Ganzen voranzustellen. Auf diese Weise solle ein den Regeln der Kunst entsprechendes Verständnis...

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