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Der Psalter als ein Weg des Aufstiegs in Gregor von Nyssas «In inscriptiones Psalmorum»

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Augustinus Friedbert Weber

Das Buch untersucht Gregor von Nyssas Traktat «In inscriptiones Psalmorum». Dieser legt den Psalter als einen Meditationstext aus, der Gott suchende Menschen begleiten und über einen stufenweisen Aufstieg bis zur vollendeten Seligkeit führen will. Die Reihenfolge der Psalmen und ihre Gruppierung in fünf Bücher spiegeln einzelne Schritte und Etappen dieses Weges. Der Autor analysiert Gregors exegetische Arbeitsweise und legt eine Übersetzung des Traktats ins Deutsche vor. Eine hermeneutische Bilanz deutet den Kappadokier als einen Denker, der den christlichen Glauben im Kontext seiner Zeit in einer der philosophischen Vernunft gemäßen Weise erschließt.

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5 Vertiefte Auslegung Ausgewählter Kapitel (Inscr. I, 1–6 und II, 15)

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Abstract: After the general overview of the Treatise as a whole in the precedent chapter, an in-depth commentary of some selected chapters demonstrates in an exemplary fashion how Gregory’s exegesis is rooted in ancient philosophy and in the Bible interpretations of the older church fathers. The commentary also compares Gregory’s Psalm interpretation to the present-day Psalm exegesis. Along with the expected differences, the comparison often shows surprising convergence. In this section, special attention is paid to Gregory’s statements concerning the meaningful and unique character of Psalm singing.

5.1 Aus dem ersten Teil

5.1.0 Vorwort – Fragestellung und geplantes Vorgehen (1,1–21)

5.1.0.0 Gliederung des Kapitels

Einen Anhaltspunkt für die Gliederung bietet der Wechsel der Sprechrichtung im Verlauf des Prologs. Zunächst spricht Gregor den namentlich ungenannten Auftraggeber an („du“) und hält fest, worum ihn dieser gebeten habe. Dann legt er dar, in welcher Weise er auf die Bitte reagiert hat und wie er sie beantworten will („ich“, „wir“). So ergibt sich eine Zweiteilung des Prologs:

5.1.0.1 Die Aufgabe (1,1–6)

1,1–6 Mit dem Prolog führt Gregor in seinen Traktat ein. Einige der Fragen, die sich aus seinem Text ergeben, haben wir bereits im Rahmen der Einleitung erörtert, so diejenigen nach der Identität des Auftraggebers1458 und nach der Problematik der Überschriften.1459 Hinweise auf die Bereitschaft (1,1) und den Eifer ← 383 | 384 → (1,2) finden sich schon bei fr...

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