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Versorgungssicherheit und Kapazitätsmechanismen im deutschen Strommarktdesign

Erkenntnisse aus internationalen Erfahrungen

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Maj-Britt Mattke

Das Buch widmet sich dem deutschen Strommarkt und der Herausforderung, ein ideales Gleichgewicht zwischen den anteilig abnehmenden konventionellen Kraftwerken und den zunehmenden erneuerbaren Erzeugungsanlagen zu erreichen. Durch die meteorologisch abhängige Einspeisung regenerativer Energien bildet das Thema der Gewährleistung von Versorgungssicherheit im zukünftigen Energiesystem den Mittelpunkt kontroverser Diskussionen. Ein Kapazitätsmechanismus als ergänzendes Absicherungsinstrument zum Strommarkt stellt eine Möglichkeit dar, mit der der Versorgungssicherheitsdebatte begegnet werden kann. Um einen für Deutschland adäquaten Ansatz zu ermitteln, betrachtet die Autorin internationale Modelle (Schweden/USA), die auf Basis eines Kriterien-Vergleichs ein geeignetes Instrument abbilden könnten.

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1 Einleitung

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1  Einleitung

Seit dem Industriezeitalter ist die Versorgung mit Rohstoffen und seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit Strom zu einem der zentralsten Punkte von Auseinandersetzungen jeglicher Art in der Menschheitsgeschichte geworden. Mit der Entdeckung der Kernspaltung (1938) und dem ersten Einsatz einer Kernwaffe auf Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945) im 2. Weltkrieg (1939–1945) begann das Atomzeitalter. Neben der Nutzung der Kernspaltung für militärische Abschreckung dient die Atomkraft seit den 1950ern auch der Energienutzung in Form von Stromerzeugung in Atomkraftwerken. Aber die hochproblematische Entsorgung von Atommüll, Deutschlands Rolle als Nato-Partner im Ost-West-Konflikt und als Atomwaffenstützpunkt der U.S.A. im sog. Kalten Krieg riefen Anti-Atomkraft- und Umweltbewegungen in Deutschland auf den Plan, die schließlich in die Gründung der politischen Partei Die Grünen am 12. Januar 1980 mündete. Die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl (26. April 1986) und vor allem in Fukushima (11. März 2011) bekräftigten die Vorbehalte der deutschen Grünenpartei gegenüber der Atomenergie einmal mehr. Insbesondere die noch jungen und unabsehbaren Folgen der Nuklearkatastrophe von Fukushima trugen sicherlich dazu bei, dass erstmals eine Grünenpartei in einem Bundesland – Baden-Württemberg – den Ministerpräsidenten (Winfried Kretschmann) seit dem 27. März 2011 stellen kann, und dass die führende Volks- und derzeitige Regierungspartei Deutschlands, die CDU – wie auch ihr Koalitionspartner, die SPD –, seither den „schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zur tragenden S...

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