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Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten

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Krzysztof Nycz

Das Buch untersucht das Phänomen der Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten. Der Autor richtet sein Augenmerk auf die informationsstrukturelle Analyse von deutsch- und polnischsprachigen Marktberichten und –kommentaren und legt der Untersuchung den Quaestio-Ansatz von Wolfgang Klein und Christiane von Stutterheim zugrunde. Die materialintensiven empirisch orientierten Analysen geben Aufschluss über relevante Aspekte der Informationsentfaltung, Formen der Referenzen und der daraus resultierenden Textstrukturierung. Auf Grund des zweisprachigen Textkorpus bietet sich eine kontrastive Betrachtung deutscher und polnischer Fachtexte im Hinblick auf deren Informationsstruktur sowie Prinzipien der Fokussierung einzelner Informationseinheiten an.

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3. Text, Informationsstrukturierung und Quaestio

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3. Text, Informationsstrukturierung und Quaestio

3.1. Zur Komplexität des Themabegriffs

Dass Texte im Hinblick auf ihre thematische Progression unterschiedlich gestaltet werden können und dass damit ein Zusammenhang zwischen der (Informations-)Struktur des Textes und seinem Thema besteht, wurde bereits angedeutet. Auf den unklaren Status des Themabegriffes und dessen unterschiedliche Explikation wurde ebenfalls bei der Darstellung des Thema-Rhema-Ansatzes und dessen Kritik verwiesen (s. Kap. 2.2.). Im Folgenden soll nun auf einige Ansätze, die für die weiteren Überlegungen zum Themabegriff im Rahmen des Quaestio-Ansatzes von Bedeutung sind, in aller Kürze eingegangen werden.

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist es relativ einfach, Texte danach zu beurteilen – auch wenn man sich nach keinen festgelegten Kriterien richtet –, ob sie „gelungen“ oder verfehlt sind. Es stellt auch keine Schwierigkeit dar festzustellen, „was der Gegenstand bzw. das Thema des Textes war“ und ob alle Sätze/Äußerungen zum Thema „passen“, und damit einen zusammenhängenden Text bilden. Man kann dies gewöhnlich auch dann tun, wenn das Thema nicht explizit im Text genannt wird.38 Ob es Texte ohne Thema gibt, ist strittig (vgl. Vater 2001: 75). Mackeldey belegt seine Position diesbezüglich folgendermaßen:

„Texte sind generell durch Informativität gekennzeichnet (Neubert 1982, 33 f.), es gibt keine Texte ohne inhaltliche Informationen. (…) Wenn das Thema als Konzentration und Abstraktion des Textinhalts begriffen wird, dann kann die aus dem Text durch Zusammenfassung und Abstraktion der sprachlich geäußerten Intentionen zu erschließende Tätigkeitsbezeichnung...

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