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Befähigung zur Innovation

Grundlagen und Ergebnisse des Projekts «Enabling Innovation» als Ansatz zur Stärkung der Innovationsfähigkeit außeruniversitärer Forschungseinrichtungen

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Axel Faix

Dieses Buch behandelt zentrale Ergebnisse des vom BMBF geförderten Forschungsvorhabens «Enabling Innovation». Das Verbundprojekt untersuchte auf Basis von Case Studies eingehend die Innovations- und Verwertungsbedingungen in öffentlichen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Fraunhofer-, Leibniz- und Helmholtz-Institute) und entwickelte einen detaillierten Messansatz der zur zusammenfassenden, problemorientierten Bewertung ihrer Innovationsfähigkeit dient. Der Messansatz kann (im Rahmen einer Selbst- oder Fremdeinschätzung) zur Ableitung von Strategien und Maßnahmen zur gesteigerten Beteiligung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen an industriellen Innovationen eingesetzt werden.

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4.2.2.2 Kultur

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Die in arbeitsteiligen Einrichtungen herrschende Kultur (Organisationskultur) wird häufig als eine Größe beschrieben, die das Verhalten der Mitglieder in diesen arbeitsteiligen Systemen zwar in der Regel informal, aber gleichwohl nachhaltig prägt.372 Für Unternehmen wird ihre besondere Rolle bei der Begünstigung von Innovationen hervorgehoben: „In der Literatur zum Innovationsmanagement und in den Unternehmenspublikationen wird regelmäßig die Unternehmens- oder Innovationskultur genannt, wenn es um die Frage nach den wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Innovationstätigkeit geht.“373 Die Erfahrungen aus „Enabling Innovation“ unterstützen mit großem Nachdruck die Annahme, dass organisationskulturelle Merkmale für die diesbezüglichen Verhaltensweisen der Mitglieder außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ebenso eine bedeutende Rolle einnehmen.374

Deshpandé et al. definieren Organisationskultur als „pattern of shared values and beliefs that helps individuals understand organizational functioning and thus provide them with the norms for behavior in the organization.“375 Schein kennzeichnet das Phänomen als „pattern of basic assumptions that a given group has invented, discovered, or developed in learning to cope with its problems of external adaption and internal integration – a pattern of assumptions that has worked well enough to be considered valid, and, therefore, to be taught to new members as the correct way to perceive, think, and feel in relation to those problems.“376 In der Regel wird Kultur als – zumindest teilweise – unbewusst wirkendes und erfahrungsabhängiges Geflecht von Überzeugungen, Werten etc. von den Mitgliedern des arbeitsteiligen Systems nicht reflektiert und in Frage gestellt (und kann...

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