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Entwicklungen des Buddhismus im zwanzigsten Jahrhundert in Indonesien

Strömungen, Verwerfungen und Aushandlungen der «Agama Buddha (di) Indonesia»

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Julia Linder

Dieses Buch untersucht den schwierigen Prozess, den der Buddhismus in Indonesien bis zu seiner staatlichen Anerkennung als Religion (Agama) durchlaufen hat. Dabei illustriert die Autorin die Verknüpfungen von Religions- und Minderheitenpolitik am Anpassungsprozess des Buddhismus an den Rahmen einer theistisch ausgerichteten Verfassung. Seine Positionierung in der religiösen Landschaft Indonesiens erfolgte dabei vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen, einer geforderten Pancasila-Konformität und den Bedingungen des Religionsministeriums. Auch der Buddhismus muss, wie alle Religionen in Indonesien, einen Gott vorweisen. Die Protagonisten des Buddhismus haben innovativ auf diese Umstände reagiert. So entwickelte sich aus einer religionspolitischen Notwendigkeit eine facettenreiche Eigendynamik. Am Ende konfliktbehafteter Aushandlungsprozesse steht nun die Frage, ob es sich bei der «Agama Buddha (di) Indonesia» um den «Buddhismus in Indonesien» oder um einen «Indonesischen Buddhismus» handelt.

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Zur Verwendung fremdsprachlicher Begriffe und buddhistischer Fachtermini

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Buddhistische Fachtermini und die Verwendung von Diakritika

Die Theravāda-Tradition, die sich ausschließlich auf den Pālikanon stützt, die Mahāyāna-Tradition, die sich auf die Sanskrit-Überlieferungen bezieht sowie das Konzept des Buddhayāna, in dem die drei buddhistischen Schulrichtungen des Theravāda, Mahāyāna und Vajrayāna im Verbund gemeinsam praktiziert werden, erschweren eine einheitliche Verwendung buddhistischer Fachtermini.

In den indonesischen Quellen sowie in den Eigenbezeichnungen der buddhistischen Akteure, der Ordensgemeinschaften und der dazugehörigen Laienorganisationen, werden „indonesianisierte“ Formen der Pāli- und Sanskritbegriffe verwendet, dabei wird größtenteils auf diakritische Zeichen verzichtet. Eine Ausnahme bildet hier der Theravāda-Orden Indonesiens – Saṅgha Theravāda Indonesia – der mittlerweile in seiner offiziellen Eigenbezeichnung Diakritika verwendet. In dieser Arbeit sind diese in Indonesien üblichen Schreibweisen beibehalten worden: d. h. taucht der Begriff Saṅgha für sich als Fachterminus auf, so wird er in seiner Pāliform (d. h.: Saṅgha) wiedergegeben, bildet er jedoch den Namensbestandteil einer der buddhistischen Orden in Indonesien, so ist er in der Form wiedergegeben, die der jeweilige Orden in seiner Eigenbezeichnung verwendet: Saṅgha Theravāda Indonesia aber Sangha Agung Indonesia.

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