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Variation durch Sprachkontakt

Lautliche Dubletten im Luxemburgischen

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François Conrad

Das Luxemburgische ist stark durch Sprachkontakt mit dem Deutschen und Französischen geprägt. Der Band untersucht den Niederschlag dieses Kontakts auf der lautlichen Ebene. Im Fokus stehen «lautliche Dubletten» – luxemburgische Wörter mit einer germanischen und einer romanischen Aussprachevariante. Die quantitativ-soziolinguistische Untersuchung analysiert erstmalig, welche Gruppen von SprecherInnen diese Dubletten germanisch oder romanisch artikulieren. Die Ergebnisse zeigen einen Sprachwandel auf, bei dem sich die Präferenz für romanische Aussprachen zugunsten der germanischen verändert. Die Arbeit verdeutlicht anschaulich die Dynamik einer Sprache im Spannungsfeld zweier großer Kulturnationen und innerhalb einer komplexen mehrsprachigen Gesellschaft.

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3 Methodologie

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The present chapter describes the empirical design that was chosen to collect the data of the study. The relevant sociolinguistic factors and the analysed words are being described and the quantitative methods of analysis used are being presented.

3.1 Forschungsdesign

Für das luxemburgische Sprachgebiet liegen nur wenige empirische Forschungen vor, die soziodemographische und sprachbiographische Kriterien berücksichtigen (eine Ausnahme stellt GILLES 1999 dar). Die meisten Untersuchungen beschränken sich darauf, überhaupt luxemburgische MuttersprachlerInnen aufzunehmen. Eine genauere Differenzierung der Personenwahl findet in der Regel nicht statt. Diese Vorgehensweise ist einerseits nachvollziehbar, ging es lange Zeit zunächst darum, überhaupt Daten über die luxemburgische Sprache zu sammeln und diese beschreiben zu können. Für eine detailliertere Beschreibung der Sprache ist dieser Ansatz jedoch nicht ausreichend.

Um die Unterschiede zwischen verschiedenen SprecherInnen, wie sie in einer solchen Arbeit im Vordergrund stehen, bestmöglich zu erfassen und zu beschreiben, wurden für vorliegende Untersuchung klare Kriterien festgelegt. Das Personensample sollte möglichst homogen und die Sprachdaten der Testpersonen dadurch gut vergleichbar sein. Um soziodemographische Muster in der Sprachvariation zu finden, wurden vier Faktoren definiert: Drei Alterskategorien, zwei Schulbildungstypen sowie eine gleichmäßige Gewichtung der Geschlechter (diastratische Aspekte), dazu zwei Regionen (diatopischer Aspekt). Die Sprach(produktions)daten wurden durch ein dreiteiliges Sprachexperiment gewonnen (Übersetzung, Vorlesen, Selbsteinschätzungstest), in dem zahlreiche Testwörter, die als lautliche Dubletten gelten können, auch in verschiedenen stilistischen Kontexten abgefragt wurden (diaphasischer Aspekt). Insgesamt konnte schließlich ein für...

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