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Modellierung des Staatsbudgets auf der Ebene der Bundesländer

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Anett Großmann

Die Autorin untersucht die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte, die sowohl von der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung als auch von den finanziellen Verflechtungen innerhalb des Staatssektors beeinflusst wird. Die Bedeutung dieser Faktoren tritt besonders bei regionaler Betrachtung hervor. Die Modellierung des Staatsbudgets auf der Ebene der Bundesländer hat zum Ziel, die Ursachen, Kausalzusammenhänge und den Einfluss des Länderfinanzausgleichs abzubilden. Dazu wählt die Autorin einen integrierten und umfassenden Ansatz, mit dem zukünftige Entwicklungsrichtungen aufgezeigt werden können. Sie diskutiert eine Auswahl der in der Öffentlichkeit diskutierten Reformvorschläge zur Neuordnung des Länderfinanzausgleichs hinsichtlich ihrer gesamtwirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen.

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10. Ausblick

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10.  Ausblick

Die demografische und ökonomische Entwicklung beeinflusst die Einnahmen und Ausgaben der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen in unterschiedlicher Intensität und Richtung. Gleichzeitig erhöhen die vielfältigen finanziellen Verflechtungen der Gebietskörperschaften untereinander die Komplexität zusätzlich und reduzieren die Nachvollziehbarkeit der Zusammenhänge und damit die Transparenz.

Mit der umfassenden Modellierung des Staatssektors in regionaler (16 Bundesländer und ihre Gemeinden) und struktureller Hinsicht (Einnahme- und Ausgabekomponenten, Erfassung von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung) sowie durch die Kopplung mit einem gesamtwirtschaftlichen Modell, das die wirtschaftliche und demografische Entwicklung fortschreibt, wurde ein Schritt in eine ganzheitliche, strukturierte und differenzierte Darstellung des Staates im gesamtwirtschaftlichen Kontext unternommen. Die Auswirkungen ökonomischen Handelns und des demografischen Wandels in einzelnen Regionen sowie der Einfluss gesetzlicher Regelungen zur Einnahmeumverteilung wie der Länderfinanzausgleich auf das Budget der staatlichen Ebenen können abgebildet werden. Die durchgeführten Simulationsrechnungen und die beschriebenen Ergebnisse bestätigen die Eignung der Staatsmodellierung und die Verknüpfung mit dem INFORGE/LÄNDER-Modell als Werkzeug zur Analyse von Fragestellungen, die z. B. die Änderungen gesetzlicher Regelungen im Länderfinanzausgleich betreffen.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Modellierung der Einnahmeseite gelegt. Die Integration des Länderfinanzausgleichs ermöglicht die Darstellung der Steuerverteilungsmechanismen der Länder untereinander, aber auch zwischen den Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen.

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