Show Less
Restricted access

Die Prüfung des Corporate Governance-Reportings

Series:

Klaus Christian Jürgensen

Der Autor untersucht die Tatsache, dass die drei Publizitätselemente der Corporate Governance, nämlich der Corporate Governance-Bericht, die Entsprechenserklärung und die Erklärung zur Unternehmensführung nicht extern, gesetzlich und inhaltlich geprüft werden. Dies verstößt gegen das europa- und nationalrechtlich viel beschworene Gebot der Transparenz von Unternehmensberichten. Transparenz kann nur durch eine externe, gesetzliche und inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer erreicht werden. Der Autor verfasst einen Vorschlag zur Neugestaltung der Erklärung zur Unternehmensführung, die alle mit der Corporate Governance zusammenhängenden Erklärungen und Berichte – insbesondere auch neue und zukünftige Unternehmensberichte – zusammenfasst und der Abschlussprüfung unterwirft.

Show Summary Details
Restricted access

Zusammenfassung in Thesen

Extract



1. Der DCGK verdankt seine Entstehung 2002 Unternehmenszusammenbrüchen und Bilanzskandalen. Er stellt sich als ein Normengefüge dar, das auf private Initiative nach anglo-amerikanischem Vorbild entstanden ist. Er gibt nationale und internationale Grundsätze guter Unternehmensführung und -kontrolle wieder. Darüber hinaus werden die gesetzlichen Regeln für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften referiert sowie Empfehlungen und Anregungen gegeben. Nur die Empfehlungen sind zu beachten.

Der DCGK soll nach innen steuern (Führung und Kontrolle) und nach außen informieren (Kapitalmarkt).

2. Die Publizitätselemente des DCGK sind in historischer Reihenfolge: Der CG-Bericht nach Ziff. 3.10 des Kodex, dieser war schon in der ersten Fassung von 2002 enthalten. Danach sollen sich Vorstand und Aufsichtsrat jährlich über die Befolgung des Kodex erklären und Abweichungen darstellen. Auch zu den Anregungen sollte Stellung genommen werden. Das zweite Element ist die Entsprechenserklärung, die durch das TransPuG 2002 mit dem § 161 in das AktG eingefügt wurde. Diese Norm „stützt“ die freiwillige Befolgung des DCGK mit dem Ergebnis, dass Vorstand und Aufsichtsrat zwar nicht den Kodex befolgen müssen, aber sie haben sich mit ihm zu befassen und dazu Stellung zu nehmen. Die EzU als jüngstes Element verdankt seine Entstehung dem BilMoG vom 25.05.2009, indem ein § 289a in das HGB eingefügt wurde. Mit dieser Bestimmung, die die Umsetzung des Art. 46a der BilRL in der Fassung der Abänderungs-RL vornahm, sollte insbesondere die mangelnde Transparenz in den Unternehmensberichten, was Unternehmensführung und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.