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Das Schutzschirmverfahren – Auswirkungen des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen auf die Eigenverwaltung

Rechtliche und tatsächliche Folgen für die Sanierungspraxis

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Sebastian Sedlak

Gegenstand dieses Buches ist, ob die vom Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) verfolgten Ziele tatsächlich erreicht werden können. Der Autor untersucht, ob die ESUG-Reform das Potential hat, Sanierung, Restrukturierung und Reorganisation zu stärken, oder ob nach wie vor Liquidation und Zerschlagung an der Tagesordnung bleiben. Neben einer dogmatischen Einordnung der Verfahren nach § 270a InsO und § 270b InsO erörtert er rechtliche und tatsächliche Probleme dieser Verfahren, wie zum Beispiel das Verhältnis zwischen dem Aussteller der Bescheinigung und dem vorläufigen Sachwalter, die Ausgestaltung und Auslegung der Bescheinigung, sowie die Veröffentlichung der Bestellung des Sachwalters. Darüber hinaus behandelt der Autor das Verhältnis der beiden Verfahren zueinander und bewertet deren jeweiligen Vor- und Nachteile.

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C. Überblick über das Eigenverwaltungsverfahren

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C.   Überblick über das Eigenverwaltungsverfahren

Nachfolgend werden die Vor- und Nachteile des Eigenverwaltungsverfahrens nach §§ 270 ff. InsO sowie die häufigsten Ursachen der Insolvenz dargestellt. Im Anschluss daran folgen eine Darstellung der praktischen Relevanz des Eigenverwaltungsverfahrens und eine Auswertung von statistischen Erhebungen im Zusammenhang mit Unternehmensinsolvenzen.

I.   Ursachen der Insolvenz

Für die Insolvenz von Unternehmen gibt es zahlreiche Gründe. Häufigste Ursache für eine wirtschaftliche Schieflage eines Unternehmens dürften allerdings Managementfehler sein.172 Diese sind für ca. 90 Prozent aller Insolvenzen in Deutschland verantwortlich.173 In vielen Fällen sind Auslöser einer wirtschaftlichen Krise fehlendes Marktverständnis und fehlender Weitblick.174 Daneben gehören zu den häufigsten Managementfehlern auch die Bildung von zu geringen Rücklagen, ein zu langes Festhalten an überholten Strategien, ein zögerlicher Personalabbau bei rückläufigem Umsatz, schlecht organisierte Produktionsabläufe, die Wahl eines falschen Investitionszeitpunktes und Fehler in der Preispolitik.175 Oftmals werden neue Trends verschlafen. Beispiele für Managementfehler gibt es bei bekannten Großunternehmen zu genüge, wie z. B. der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker.176

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