Show Less
Restricted access

Neue Aramäische Studien

Geschichte und Gegenwart

Series:

Edited By Dorothea Weltecke

Dieser Sammelband zeichnet die Konstituierung und erste Arbeitsphase der Forschungsstelle für Aramäische Studien nach. Die Aufsätze gehen aus unterschiedlichen Veranstaltungen hervor. Sie spiegeln die Forschungsinteressen der aramäischen Initiatoren wieder, die im Vergleich zu den traditionellen syrischen Forschungen in Deutschland neue inhaltliche Themen insbesondere aus Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft beleuchten. Prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie junge Autorinnen und Autoren bearbeiten Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Viele Beiträge wurden von Aramäern verfasst. Der Band möchte zur Weiterentwicklung der syrischen Studien und zu ihrer Verankerung in neuen wissenschaftlichen Disziplinen beitragen.

Show Summary Details
Restricted access

Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik angesichts der Bedrohung durch Terrormilizen des „Islamischen Staats“ (Wolfgang Seibel)

Extract

| 355 →

Wolfgang Seibel

Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik angesichts der Bedrohung durch Terrormilizen des „Islamischen Staats“

Abstract: The main influence of Germany on the Syrian civil war is due to its diplomatic expertise and good relations to the involved parties. This lecture explores the role of German politics in the diplomatic negotiations and military conflict at the beginning of the Syrian civil war.

Deutschland spielt in dem syrisch-irakischen Konfliktgeschehen eine Nebenrolle. Im Unterschied zu der aktiven Diplomatie, die Deutschland in den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm und insbesondere in der Ukraine-Krise betreibt, beschränkt sich die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik in Bezug auf die Gewaltdynamik in Syrien seit dem Frühjahr 2011 zunächst auf passives Abwarten. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine Grund hat etwas damit zu tun, dass die deutsche Bundesregierung wie alle anderen westlichen Regierungen von der Dynamik der demokratischen Protestbewegung in den arabischen Ländern seit dem Spätherbst 2010 überrascht wurde und dementsprechend kein außenpolitisches Konzept vorbereitet hatte. Der andere Grund liegt in Deutschlands vergleichsweise geringer Bedeutung in den betroffenen internationalen Organisationen, vor allem den Vereinten Nationen, und seiner allgemeinen Zurückhaltung im internationalen Krisenmanagement.

Die Dynamik der demokratischen Bewegung in den arabischen Ländern, die als „Arabischer Frühling“ bekannt wurde, bedeutete auch für Deutschland das Ende einer Illusion. Die Illusion bestand darin, dass es in den autokratischen arabischen Ländern, von denen einige, darunter Syrien, dynastische Diktaturen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.