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Deutsch-türkische Beziehungen

Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte

Edited By Wolfgang Gieler, Burak Gümüș and Yunus Yoldaş

Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Einblick in die Geschichte, Dimensionen, Sachthemen und migrationsspezifische Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen aus der Sicht von Experten aus der Türkei und Deutschland.

Das Buch skizziert die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen seit den osmanisch-preußischen bzw. osmanisch-habsburgischen Beziehungen bis in die Gegenwart und thematisiert historische sowie aktuelle Beispiele.

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Mehr Kampf oder Kultur? – Die deutsch-türkischen Kulturbeziehungen (Hakan Çetinyılmaz / Zehra Wellmann)

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Hakan Çetinyılmaz und Zehra Wellmann

Mehr Kampf oder Kultur? – Die deutsch-türkischen Kulturbeziehungen

Einleitung: Der frühe Beginn einer freundlich-feindlichen Beziehung

Die deutsch-türkischen Beziehungen haben auch mit Blick auf die Kulturkooperation beider Länder eine lange Geschichte. Wer sich bisher nicht eingehender mit den bilateralen Beziehungen Deutschlands und der Türkei beschäftigt hat, würde vielleicht meinen, dass eine Annährung erst im Zuge einer stärkeren Wirtschaftskooperation der boomenden Bundesrepublik mit der türkischen Republik in den 1960er und 1970er Jahren – vor allem auf der gesellschaftlich-informellen Ebene und über die Arbeitsmigration – stattgefunden hat. Die Anfänge der deutsch-türkischen Beziehungen haben aber eine noch viel längere Geschichte, die sogar bis ins Mittelalter zurückgeht. So waren beispielsweise an den Kreuzzügen auch deutsche Heere beteiligt. Trotz ihres expansiven und ideologischen Charakters schufen sie erste Berührungspunkte.

In ähnlicher Weise brachte die Belagerung Wiens durch die Türken nicht nur die Heere, sondern, so paradox es auch klingen mag, auch die Kulturen einander näher.1 So erlebte die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen insbesondere mit der Ausbreitung des Osmanischen Reiches nach Europa eine neue Intensität. So expansiv, aggressiv, feindlich oder konkurrierend die politische und militärische Situation auch zeitweise gewesen sein mag, so fand gleichzeitig ein Kulturaustausch statt. Dieser konnte sich konstant entfalten, da beide Länder auch in zugespitzten Situationen die Konflikte nie in letzter Instanz militärisch, sondern regelmäßig diplomatisch mit Friedensverträgen und...

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