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Deutsch-türkische Beziehungen

Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte

Edited By Wolfgang Gieler, Burak Gümüș and Yunus Yoldaş

Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Einblick in die Geschichte, Dimensionen, Sachthemen und migrationsspezifische Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen aus der Sicht von Experten aus der Türkei und Deutschland.

Das Buch skizziert die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen seit den osmanisch-preußischen bzw. osmanisch-habsburgischen Beziehungen bis in die Gegenwart und thematisiert historische sowie aktuelle Beispiele.

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Rechts(un)sicherheit in den EU-Türkei-Beziehungen unter Berücksichtigung der deutschen Migrationspolitik (Harun Gümrükçü)

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Harun Gümrükçü

Rechts(un)sicherheit in den EU-Türkei-Beziehungen unter Berücksichtigung der deutschen Migrationspolitik

Problemaufriss

Durch die beiden Weltkriege haben sich die Spielregeln der zwischenstaatlichen Beziehungen grundlegend geändert. Eine der Folgen war der Auf- und Ausbau der internationalen Organisationen als Mittel zur Koordinierung und Bündelung einzelstaatlicher Interessen. Inzwischen gelten sie als dominierendes Merkmal einer neuen Phase der internationalen Beziehungen. Aufgrund politischer Schwierigkeiten, wirtschaftlicher Disparitäten, aber auch ideologischer Andersartigkeiten, können nicht alle Staaten Mitglied in einer internationalen Organisation sein. Auch können sie häufig die mit dem Beitritt verbundenen Auflagen nicht ohne weiteres erfüllen.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich – im Gegensatz zur völkerrechtlich begründeten außerordentlichen Mitgliedschaft – dem herrschenden Zeitgeist entsprechend die Institution der Assoziierung. Durch sie sollten diejenigen Staaten an den Zielen eines Verbandes mitwirken können, die mit der Übernahme der mit einer Vollmitgliedschaft einhergehenden Verpflichtungen überlastet wären. Die Institution der Assoziierung impliziert zugleich die Möglichkeit einer differenzierten Gestaltung der internationalen Beziehungen, was damals durchaus den deutschen Interessen entsprach. In meinem Beitrag werde ich von einem Assoziierungstyp ausgehen, durch den eine neue Form der internationalen Zusammenarbeit hergestellt wurde. Diese Assoziierung wird dabei in ihrem Verhältnis zur Gemeinschaft/Union gesehen und in diesem Kontext analysiert. Die intergouvernementale Sichtweise wird damit von mir zurückgewiesen. Mit den als europazugehörig eingestuften Staaten (Griechenland, Türkei, aber auch den mittel- und osteuropäischen Ländern) wurde eine besondere Form der Assoziierung...

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