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Deutsch-türkische Beziehungen

Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte

Edited By Wolfgang Gieler, Burak Gümüș and Yunus Yoldaş

Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Einblick in die Geschichte, Dimensionen, Sachthemen und migrationsspezifische Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen aus der Sicht von Experten aus der Türkei und Deutschland.

Das Buch skizziert die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen seit den osmanisch-preußischen bzw. osmanisch-habsburgischen Beziehungen bis in die Gegenwart und thematisiert historische sowie aktuelle Beispiele.

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Die Türkei als Exilland deutschsprachiger Juden sowie politischer Oppositioneller zwischen 1933 und 1945 (Martin Schwarz)

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Martin Schwarz

Die Türkei als Exilland deutschsprachiger Juden sowie politischer Oppositioneller zwischen 1933 und 1945

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, in welchem Ausmaß die Türkei als Exilland für verschiedene Minderheiten aus Deutschlandsdiente, die vor politischer Unterdrückung und aus Angst um ihr Leben das Land verließen. Dabei wird zuerst auf die politischen Entwicklungen in Deutschland ab dem Jahr 1933 eingegangen, die deutschen Juden (und denjenigen, die von den Nationalsozialisten als solche definiert wurden) sowie allen politisch Andersdenkenden ein normales Leben unmöglich machten und die viele letztendlich ins Exil zwangen. Danach folgt eine kurze Darstellung der historischen Ereignisse, die sich ab 1923 in der Türkei ereigneten, als sich auf dem Gebiet des osmanischen Vielvölkerstaats eine türkische Republik gründete, sowie eine zusammenfassende Schilderung der deutsch-türkischen Beziehungen in den Jahren von 1933–1945. Abschließend wird die Frage eruiert, welche Rolle die Türkei als Exilland für deutsch-jüdische Flüchtlinge spielte, um mit einer Darstellung der Reaktionen des türkischen Staates auf die jüdischen Einwanderer zu enden.

Deutschland und die Türkei

Deutschland ab 1933: Ausgrenzung, Deportation, Vernichtung

Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 änderte sich die Lage für deutsche NS-Gegner und deutsche Juden schlagartig: Der Antisemitismus wurde nun zur Staatsdoktrin und Gewaltakte gegen politische Oppositionelle wurden zum Alltag. Am 1. April organisierte die NSDAP einen Boykott gegen jüdische Geschäfte, Kanzleien und...

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