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Fachsprache

Ausdrucksformen der fachlichen Funktion in romanischen Sprachen

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Werner Forner

Fachsprache definiert sich als Sprachvarietät: Sie divergiert systematisch von anderen markierten Sprachstilen sowie von dem unmarkierten Neutralstil. Vor diesem Hintergrund ermittelt der Autor die fachsprachlichen Markierungen durch einen innersprachlichen Vergleich. Er arbeitet als Subsystem vier textsyntaktische Umstrukturierungen heraus. Mit dieser Analyse werden das fachsprachliche Outfit und seine Wirkung systematisch erklär-, plan- sowie machbar und fachsprachliches Redigieren, Textoptimierung und auch Fachübersetzung werden lehrbar. Zusätzlich zu den vier Umstrukturierungen ist Fachsprache konstituiert durch zwei spezifische Nominationstechniken. Dies sind die Ergebnisse der zahlreichen Textanalysen und kognitiven Unterrichtsmodelle, die hier vorgelegt werden.

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1. Fachsprache als Sprachprodukt: Planung – Fertigung – Marketing

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1. Fachsprache als Sprachprodukt: Planung – Fertigung – Marketing

(Vortrag)

Abstract: Defining Language for Specific Purposes (LSP) as a “variety” or “style”, diverging systematically from alternative “varieties” by a small series of restructurings, LSP texts may be assumed to result from a planned process similar to the stages of any industrial production.

0. Einleitung

Fachsprache ist in. Sie ist schon lange in; out war sie noch nie. Ein Schwerpunkt linguistischer Forschung ist sie seit ca. 30 Jahren. Dennoch: Der Begriff Fachsprache ist „bis heute nicht gültig definiert“, schreibt z. B. H-R. Fluck in seiner Einführung in der Ausgabe von 1980. Das liegt an der Vielfalt der Variablen, die mit Fachsprache, aber ebenso mit Sprache allgemein, verbunden sind. Sprache ist zwar bekanntlich ein Code, also nur eine wenn auch komplexe und variable Größe. Aber der Code ist eingebettet in die äußerst komplexe Struktur, die wir Kommunikation nennen. Dazu gehören zunächst die klassischen Größen des Platon’schen Dreiecks: Sprecher – Hörer – Inhalt; ferner die vielfältigen Faktoren, die unter dem Dachbegriff Situation untergestellt sind, Typen von Sprachverwendung (Werkstatt vs. Hörsaal), die Sprachfunktionen (deskriptiv, instruktiv, etc.), gesellschaftliche Festlegungen, u. a. Diese Faktoren der Kommunikation determinieren die Sprachform (oder stehen in Zusammenhang mit ihr): Die Sprache erscheint als Spielball dieser unendlichen Vielfalt von Faktoren. Aus diesem chaotischen Spiel lässt sich das jeweilige sprachliche Resultat nicht allgemein deduzieren. Das gilt übrigens, wie Fluck betont, für andere Sprachvarianten genauso wie f...

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