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Fachsprache

Ausdrucksformen der fachlichen Funktion in romanischen Sprachen

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Werner Forner

Fachsprache definiert sich als Sprachvarietät: Sie divergiert systematisch von anderen markierten Sprachstilen sowie von dem unmarkierten Neutralstil. Vor diesem Hintergrund ermittelt der Autor die fachsprachlichen Markierungen durch einen innersprachlichen Vergleich. Er arbeitet als Subsystem vier textsyntaktische Umstrukturierungen heraus. Mit dieser Analyse werden das fachsprachliche Outfit und seine Wirkung systematisch erklär-, plan- sowie machbar und fachsprachliches Redigieren, Textoptimierung und auch Fachübersetzung werden lehrbar. Zusätzlich zu den vier Umstrukturierungen ist Fachsprache konstituiert durch zwei spezifische Nominationstechniken. Dies sind die Ergebnisse der zahlreichen Textanalysen und kognitiven Unterrichtsmodelle, die hier vorgelegt werden.

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5. Der Ausdruck adverbialer Relationen in französischer Fachsprache

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5. Der Ausdruck adverbialer Relationen in französischer Fachsprache

Abstract: The most spectacular structuring device of LSP texts, especially in Romance languages, is – besides nominal embedding – the verbal expression of logical connections such as causality. It is shown that this connective function results from the interplay of two semantic features.

1. Der Begriff Fachsprache ist nicht eindeutig: Für diejenigen Forscher, die – onomasiologisch – von den fachlichen Inhalten ausgehen und nach deren fachlichem Ausdruck fragen, bedeutet Fachsprache letztlich Terminologielehre. Eine umgekehrte Richtung – und hierher gehört die vorliegende Untersuchung – geht von der Beobachtung aus, dass identische Inhalte sprachlich sehr unterschiedlich behandelt werden können, und dass diese unterschiedlichen Verwendungsweisen von Sprache funktional (durch Sprechsituation, Status, Hörererwartung, u. a.) bedingte Verhaltensnormen sind. Fachsprache (oder auch: Wissenschaftssprache) ist dann der Name eines Funktionalstils, der dadurch charakterisiert ist, dass er nicht „ungezwungen“ ist (wie das „Alltagsgespräch“), dass die „ästhetische Funktion“ nicht dominant ist (wie in der Poesie), und schließlich dadurch, dass nicht vorwiegend „Mittel der Verhaltenssteuerung“ verwendet werden.1 Positiv gewendet bedeutet diese Definition, dass Fachsprache durch sprachliche Mittel elaboriert ist, die als Signale für ‘Technizität’ wirken.2

Als „technische“ oder „fachsprachliche“ Strukturen werden in der wissenschaftlichen Literatur insbesondere genannt:←115 | 116→

1. die Nominalisierung des Verbs / Adjektivs (bzw. eines Satzes), z. B.: On refait le toit vs. la réfection du toit;3

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