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Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln und ihre Äquivalente im Chinesischen

Eine neue Perspektive für die Vermittlung der Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Shasha Li

Ziel dieses Buchs ist es, die Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Dadurch erstellt die Autorin eine korpusbasierte, konkrete Übersicht über die in der Literatur oft als «hoch kompliziert» dargestellten Partikelverwendungen. Zusätzlich erarbeitet sie differenziert die chinesischen Entsprechungen der Abtönungspartikeln. Dafür wird parallel zur Feststellung der hochfrequenten Konstruktionen eine unidirektional ausgerichtete kontrastive Untersuchung Deutsch–Chinesisch durchgeführt. Auf diese Weise erstellt diese Studie die Kontextprofile von zehn deutschen Abtönungspartikeln und arbeitet ihre chinesischen Äquivalente heraus.

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4 Kontrastive Linguistik

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4 Kontrastive Linguistik

Nach einem Abriss über die Entwicklung und Vorgehensweise der Kontrastiven Linguistik (KL) in Abschnitt 4.1 wird in Abschnitt 4.2 auf die Beziehung zwischen der KL und der Übersetzungswissenschaft sowie auf den Begriff der Äquivalenz eingegangen. Da die Zielsprache in der vorliegenden Arbeit die chinesische Sprache ist, werden in Abschnitt 4.3 die Modalität und die Modalhilfswörter im Chinesischen dargestellt. Abschließend werden in Abschnitt 4.4 die vorhandenen kontrastiven Untersuchungen zu den deutschen Abpn und ihren chinesischen Äquivalenten aufgearbeitet und referiert werden.

4.1 Entwicklung, Merkmale und Methoden der kontrastiven Linguistik

Die Kontrastive Linguistik44 ist als ein unabhängiger Zweig in der vergleichenden Sprachwissenschaft neben anderen Disziplinen wie der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft, der Sprachtypologie, der Areallinguistik usw. anzusiedeln. Ihnen allen ist gemeinsam, mittels der Methode des Vergleichs die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede der zu vergleichenden Sprachen aufzudecken45. Anders als bei den drei oben aufgeführten Disziplinen ist der Anstoß für die KL „hauptsächlich außerlinguistischer Natur“ (May 2000: 34). Im Folgenden soll die Entwicklung der KL skizzenhaft nachgezeichnet werden.

In den 1940er und 1950er Jahren etablierte sich die KL im Rahmen der behavioristischen Lerntheorien und richtete ihr Interesse hauptsächlich darauf, mit den durch systematische Vergleiche gewonnenen Kenntnissen dem Fremdsprachenunterricht zu dienen. Diese Aufgabenstellung der KL ist auf die Annahme zurückzuführen, dass der Fremdsprachenerwerb auf Grundlage der Muttersprache erfolge. Ähnliche Erscheinungen in←77 | 78→ Mutter- und Fremdsprache würden den Fremdsprachenlernenden wegen des positiven Transfers leichter und...

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